Meine Geräte-Testberichte:

Nachdem bei mir das Handy zum Hobby wurde habe ich des Öfteren für das Mobilfunk-Forum Telefon-Treff Testberichte geschrieben.

Diese Tests möchte ich nun auch auf dieser Seite in einem kleinen Archiv bereitstellen.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

















Die Copyrights, Logos und Rechte an den Markennamen unterliegen den jeweiligen Herstellern.

 

 


Samsung Galaxy Tab (P1000) -
Mein ausführlicher Testbericht

Vorwort:


Es gab schon im Vorfeld viele Gerüchte um das Samsung Galaxy Tab, so waren schon vor der Vorstellung viele Bilder und potentielle technische Daten durchgesickert. Am 2. September 2010, pünktlich zur IFA in Berlin, hat Samsung dann Fakten folgen lassen und das Galaxy Tab der Weltöffentlichkeit vorgestellt. Samsung selbst bezeichnet die Gerätegattung als „Smart Media Device“, man steckt es also nicht rein in die Schublade der Tablet-Geräte. Dank Telefonfunktion und Freisprechfunktion ist das Gerät in der Praxis auch als Telefon nutzbar, auch wenn die Größe des Gerätes sicherlich Grenzen setzt.

Was die technischen Daten angeht, hat sich Samsung auf jeden Fall nicht lumpen lassen und eine Menge in das Galaxy Tab eingebaut. Ob WLAN mit 802.11n-Standard, GPS, Bluetooth 3.0 und HSPA, das Galaxy Tab hat alle Schnittstellen parat. Das 7.0 Zoll messende Display mit 1024x600 Pixeln stellt eine Augenweide dar und bietet eine sehr gute Lesbarkeit. Wie sich das erste Tablet aus dem Hause Samsung im Alltagsgebrauch so schlägt, steht im nachfolgenden Test.

Bilder & Links:


Hier die eine kleine Bilderübersicht die ich für das Samsung Galaxy Tab erstellt habe.

- Gerätebilder: Galerie mit 22 Bildern
- Displaybilder: Galerie mit 28 Bildern

- Hersteller Geräteseite: Link zur Übersicht
- Hersteller Supportseite: Link zur Übersicht
- Bedienungsanleitung: Download (PDF)
- PC Software (Windows): Download (EXE)

Lieferumfang:


Das Gerät kommt mit einem Standard Lieferumfang daher. So findet sich in dem weißen Karton folgendes Zubehör wieder.

- Samsung Galaxy Tab - P1000
- Ladegerät
- USB-Kabel
- Stereo-Headset
- Software CD (Samsung KIES)
- Bedienungsanleitung

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt übrigens bei stolzen 799,- Euro.


Abb. Lieferumfang (Symbolfotos)

Einmal den Einschaltknopf gedrückt gehalten und schon startet das Gerät. Vom Einschalten bis zum Startbildschirm vergehen dann gut 20-25 Sekunden - dieser Wert orientiert sich an anderen Smartphones mit Android OS.

Gehäuse und Verarbeitung:


Das Samsung Galaxy Tab kommt in einem sehr großzügig dimensionierten Gehäuse mit Abmessungen von 190 x 120 x 11.9 mm daher. Das Gewicht des Gerätes ist mit 380 Gramm für ein Tablet als angenehm zu bezeichnen; bei der gebotenen Ausstattung inklusive des großen 7.0 Displays geht das Gewicht vollkommen in Ordnung.

Die Gehäuseoptik kann man als edel und hochwertig bezeichnen. Egal ob man die schwarze Front oder die weiße Rückseite des Samsung Galaxy Tab nimmt, beide sind komplett aus einfarbigem, glatten, hartem Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitungsqualität ist gut, der verwendete Kunststoff fühlt sich sehr hochwertig und stabil an. Dem Gerät lässt sich aufgrund dieser Tatsache kein Knacken und Knarzen entlocken. Das ganze Gehäuse wirkt wie aus einem Guß.

Die Front des Gehäuses wird von dem riesigen 7.0 Zoll messende, kapazitive Display dominiert. Unterhalb des Displays befinden sich 4 Touch-Tasten wieder: Die Tasten sind im Einzelnen von links nach rechts: Menü-, Startseite-, Zurück- sowie die Suchen-Taste. Auf der rechten Gehäuseseite findet sich im oberen Teil die Taste um das Gerät zu starten (bzw. zur Gerätesperre), sowie die Wipptaste zur Lautstärkenregelung wieder. Weiter unten auf der selben Seite befindet sich der SIM- und der microSD-Kartenschacht.

Die Geräterückseite beherbergt die 3.2 Megapixel Kamera. Einen Akkudeckel bzw. Öffnungsmechanismus für selbigen gibt es nicht, da der 4000mAh starke Akku fest verbaut wurde.

Touchscreen:


Der 7.0 Zoll messende Touchscreen mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln beherrscht nahezu die komplette Gerätefront. Das Display stellt bis zu 16,7 Mio. Farben und ist ähnlich dem Apple iPad kapazitiv, Multitouch wird somit auch problemlos unterstützt. Das Display reagiert angenehm präzise auf die Eingabe per Finger. So lassen sich die einzelnen Menüicons oder Menüpunkte genau drücken und bedienen.

Das Displayformat wird übrigens durch drehen des Gerätes beeinflusst. Hält man das Gerät im Hochformat, bedient man das Gerät im Hochformat, hält man das Gerät im Querformat so wechselt die eingeblendete Tastatur und die Displayanzeige mitsamt in das Querformat.

Von der Farbwiedergabe, dem Kontrast (circa 829:1) und der Helligkeit (rund 300 Candela) kann man beim Galaxy Tab nur staunen. Für diese Gerätegröße ist das Display absolut erstklassig und die hohe Auflösung sucht im 7.0 Zoll Tablet Bereich ihresgleichen.

Menüstruktur / Widgets:


Das Android Betriebssystem kommt mit einem mittlerweile bewährten Bedienkonzept daher. Das Gerät bietet 5 durchschaltbare Desktops (auch Homescreens genannt), die mit Shortcuts, Ordnern oder Widgets belegt werden können. Zwischen den 5 Desktops blättert man einfach per Fingerstreich hin und her, wem diese Anzahl nicht reicht der kann die Zahl noch auf bis zu 9 Desktops erweitern. Oberhalb des jeweiligen Desktops gibt es eine aufrufbare Statusleiste, unterhalb des Desktops das aufrufbare Hauptmenü. Dieses Hauptmenü beherbergt alle installierten Programme. Möchte man ein Programm auf dem Desktop platzieren, so reicht es dieses Icons auf den Desktop zu ziehen und loszulassen. Wer mag kann die einzelnen Programme auf dem Desktop in umbenennbare Unterordner platzieren. Es reicht mit dem Finger auf den Desktop zu drücken und schon kann man folgende zwischen folgenden Punkten wählen:

- Verknüpfung
- Widgets
- Ordner
- Hintergründe

Was die einzelnen, vorinstallierten Widgets angeht so gibt es z.B. folgenden Möglichkeiten: Analoguhr, Kalender, Digitaluhr, E-Mail Ansicht, ein Google-Suchfeld, und vieles mehr stehen zur Auswahl. Weitere Widgets stehen problemlos über den Android-Market zum Download bereit.

Wenn man viele Programme installiert hat, wird das Hauptmenü ziemlich schnell unübersichtlich, die Symbole hier lassen sich nämlich nicht verschieben, sondern werden immer alphabetisch angezeigt. Es empfiehlt sich also die 5 Desktops nach seinen persönlichen Bedürfnissen anzupassen damit die Übersichtlichkeit nicht leidet. Durch die einzelnen Ordner, etc. stellt dies wie gesagt kein Problem dar.

Wer mag kann die Optik des Gerätes dank der Vielseitigkeit nach belieben anpassen, Samsung liefert hier verschiedene Hintergründe ab Werk mit. Wem die zur Auswahl stehenden Widgets und Hintergründe nicht reichen, der wird im Android Market fündig werden.

Kameras:


Das Samsung Galaxy Tab kommt mit zwei Kameras daher. Auf der Frontseite findet man einen 1.3 Megapixel Sensor wieder, welcher zur Videotelefonie dient. Auf der Rückseite befindet sich die eigentliche Hauptkamera mit einem 3.2 Megapixel Sensor.

Im nachfolgenden einige Details zur 3.2 Megapixel Hauptkamera:

Wie man auf den Bildern erkennen kann ist auf der Rückseite neben der Kameralinse ein LED Blitzlicht verbaut worden, so dass die Bilder bei weniger Umgebungslicht noch halbwegs brauchbar werden. Was die Einstellmöglichkeiten angeht so hat das Galaxy Tab unter anderem folgenden Punkte:

- Auflösung: 2048x1536, 2048x1232, 1600x1200, 1600x960, 1024x600, 800x600
- Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampe, Fluorezent)
- Effekte (Normal, Negativ, Schwarz/Weiß, Sepia)
- ISO ( Auto, 100, 200, 400)
- Bildqualität (Sehr fein, Fein, Normal)
- Überprüfen
- GPS-Einbindung
- Auslöser-Ton
- Speicher (Telefon, Speicherkarte)
- Szenen-Modus (Keine, Portrait, Landschaft, Nacht, Sport)
- Fotolicht (Auto, Ein, Aus)
- Helligkeit (-2 bis +2)
- Aufnahmemodus (Einzelaufnahme, Serie, Panorama, Smile, Selbstauslöser)

Die maximale Kameraauflösung für Standbilder liegt im 4:3 Format bei 2048 x 1536 Pixeln. Selbstverständlich bietet die Kamera einen Autofocus, der beim auslösen der Kamera automatisch fokussiert und scharf stellt. Die Bilder selbst werden im Schnitt zwischen 1.000 und 2.000 kb groß, logischerweise abhängig vom gewählten Motiv.

Was die Qualität angeht ist das Samsung Galaxy Tab ein recht brauchbares Fotogerät. Trotz der nur knapp 3 Megapixel kann man relativ gute Bilder mit dem Gerät machen, so reicht das Gerät für den ein oder anderen Schnappschuss zwischendurch.

Neben Standbildern kann das Galaxy Tab natürlich auch Videos aufnehmen. Die Auflösung liegt immer bei 720x480 Pixeln und 30 Bildern pro Sekunde. Auch hier gibt es wie im Fotomodus folgende Einstellungen:

- Weißabgleich (Auto, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampe, Fluoreszent)
- Effekte (Normal, Negativ, Schwarz/Weiß, Sepia)
- Videoqualität (Fein, Normal)
- Audioaufnahme (Ein, Aus)
- Überprüfen (Ein, Aus)
- Auslöser-Ton
- Speicher (Telefon, Speicherkarte)

Die Länge der aufgenommen Videos ist nur durch den verwendeten Speicher begrenzt, hier sind also theoretisch stundenlange Aufnahmen möglich, auch wenn sicher keiner so lange mit dem Tab in der Hand Filmen wird. Insgesamt geht die Qualität in Ordnung wenn man mal ein kurzes Video machen möchte, viel mehr geht bei der relativ geringen Auflösung leider nicht.

Handhabung:


Die Handhabung des Gerätes ist zusammengefasst gesagt ziemlich gelungen. Das Bedienkonzept als Kombination aus Touchscreen, eingeblendeter QWERTZ-Tastatur oder alphanummerischer Tastatur (verschiedene Lösungen findet man im Market) ist wirklich gut gelöst. Anfangs ist es sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig alle Drehs und Kniffe herauszufinden, doch dann läuft es wie aus einem Guß.

Das Display reagiert auf die Eingaben angenehm präzise, sodass es im Gegensatz zu einigen Touchscreen Geräten nicht allzu oft vorkommt das man eine Eingabe ein zweites Mal bestätigen muss weil der erste Anlauf vom Display nicht registriert wurde. Sollte es aber mal doch zu einer Fehleingabe kommen gibt es noch als kleinen Zusatz eine Rechtschreibkorrektur, die diese Fehler dann für den Nutzer ausbügelt.

Akku- und Empfangseigenschaften:



In dieser Disziplin ist es um Samsung Galaxy Tab für die gebotene Leistung wirklich sehr gut bestellt. Der Hersteller gibt bis zu 62,5 Tage Standby und 16,7 Stunden Gesprächszeit an. Mit eingeschaltetem WLAN & UMTS, automatisiertem Sync zu Google und ein paar Stunden Surfen und E-Mailen bringt man das Gerät auf gut drei Tagen Laufzeit. Bei langen Surf- oder Videosessions kriegt man mit dem Galaxy Tab trotzdem noch sehr beachtliche 7-8 Stunden Dauernutzung hin.

Was den Empfang angeht so ist das Galaxy Tab ziemlich in Ordnung. Das Gerät hat eine ordentliche Empfangsleistung zu bieten. So bleibt der Empfangspegel im UMTS- sowie GSM-Bereich konstant. Das Gerät hält in verschiedenen Empfangsbereichen stabil das Signal und hält auch in schwierigeren Umgebungen noch am Mobilnetz fest. Was die Sprachqualität über die zwei integrierten Lautsprecher an der Geräteunterseite angeht so ist der Gesprächspartner gut und deutlich hörbar, einzig der Klang könnte einen Tick sauberer sein.

Das Gerät wird übrigens über einen Samsung-eigenen Ladeanschluss aufgeladen, hier wäre ein microUSB Anschluss wünschenswert gewesen. Dieser Anschluss dient nicht nur als Ladeanschluss sondern auch als Datenschnittstelle. Der Kopfhöreranschluss ist wenigstens als konventioneller 3.5 mm Klinke Anschluss umgesetzt worden, so kann man hier frei entscheiden welchen Kopfhörer man verwenden möchte.

Funktionsüberblick:


Das Samsung Galaxy Tab weiß mit einer Menge an Ausstattung aufzuwarten, wenngleich ein Teil der Features erst mit Programmen aus dem "Market" ihre volle Funktion entfaltet.

- Designtyp: Tablet
- Länge Breite x Höhe in mm: 190.0 x 120.0 x 11.9 mm
- Gewicht: ca. 380 g
- Stand-by-Zeit: max. 62,5 Tage
- Sprechzeit: max. 16,7 Stunden
- Akku: Li-Polymer-Akku, 4000 mAh
- Frequenzbänder GSM: Quadband (850, 900, 1800, 1900 MHz)
- GPRS/EDGE: Klasse 12/Klasse 12
- UMTS/HSDPA/HSUPA: Ja/Ja (bis 7,2 Mbit/s)/Ja (bis 5,76 Mbit/s)
- Hauptdisplay: TFT-Display, mit 16,7 Mio. Farben, 1024 x 600 Pixel
- Kameras: 3,15 Megapixel Hauptkamera, 1,3 Megapixel Kamera für Videotelefonie
- CPU/Prozessor: 1 GHz (Cortex A8 Prozessor)
- GPU/Prozessor: PowerVR SGX540 3D
- Speicher: 512,00 MB RAM
- Interner Speicher: 16 GB
- Externe Speichererweiterung: Micro SD, max. 32 GB
- Betriebssystem: Android OS 2.2
- MMS und SMS in einer Konversationsansicht
- E-Mail: SMTP, POP3, IMAP4
- Browser: vollwertige HTML Webbrowser
- Klingeltöne: polyphone Klingeltöne WAV, WMA, MP3
- Sprachfunktionen: Freisprechfunktion
- Schnittstellen: Bluetooth 3.0, USB, W-LAN
- W-LAN: IEEE 802.11 b/g/n
- Synchronisation: Google Kontakte
- Navigation: Google Maps

Die integrierte Bluetooth-Schnittstelle unterstützt den Bluetooth 3.0 Standard, dieser unterstützt das A2D-Profil (Bluetooth Stereo Profil) sowie der Nutzbarkeit als Modem. Wobei es am Rande erwähnt auch ab Werk eine Funktion („Mobiler Zugangspunkt“) gibt um das Galaxy Tab zum WLAN Hotspot zu machen. So kann man bequem mit dem Computer online gehen ohne nur ein Kabel verwenden zu müssen.

Anmerkung: Wer den Bluetooth-Dateiversand und -empfang vereinfacht nutzen möchte dem lege ich das Programm "Bluetooth File Transfer" ans Herz, so lassen mit dem Galaxy Tab recht komfortabel Dateien mit anderen Geräten austauschen.

Musik- und Video-Player:


Selbstverständlich darf ein Musik-Player nicht fehlen. Das Gerät bietet einen sehr leicht bedienbaren Touchplayer. In der Hauptübersicht stehen zu Auswahl Interpret, Alben, Titel, Genres (optional auch Komponisten, Jahre), Wiedergabe-Listen. Der Player selbst bietet dann nach erfolgreicher Titelauswahl eine gelungene Oberfläche, bestehend aus großem Album-Cover, Play, Pause, Vorwärts, Rückwärts, Repeat, Zufallswiedergabe sowie dem Wechsel zur Wiedergabeliste. Natürlich hat auch ein Equalizer seinen Weg in das Gerät gefunden. Hier stehen folgende Modi zur Auswahl:

- Aus
- Auto
- Rock
- Pop
- Jazz
- Klassik
- Dance
- Live
- Benuterdefiniert

Des Weiteren gibt es auch verschiedene Effekte wie Weit, Konzertsaal, Musikklarheit, Bassverstärkung, Externalisierung. Hier dürfte also jeder das passende Setup für einen passenden Klang finden.

Selbstverständlich spielt der MP3-Player auch im Hintergrund weiter, da das Gerät vollständig Multitasking-fähig ist. Die Wiedergabe im Standbymodus wird dann in der Titelleiste oben signalisiert, hier kann man dann auch problemlos in den Player zurückwechseln. Bei Bedarf lässt sich die interne 16 GB Speicher auch mit microSD Karten bis zu 32 GB ersetzen, dann macht man das Gerät zu einem wandelnden Musikarchiv.

Kommen wir zum Thema Klang, dieser ist mit den beiliegenden Kopfhörern schon ziemlich gut. Der Bassanteil ist für Standardkopfhörer ok, die Höhen sind auch hell und klar. Für Musikliebhaber lohnt nichts desto trotz der Kauf eines hochwertigeren Kopfhörerpaares mit ausgewogenerem Klang. Beim Samsung Galaxy Tab ist netterweise einen 3.5 mm Klinkeanschluss verbaut worden, so dass eigenen Kopfhörern nichts im Wege steht.

Wer mit dem Samsung Galaxy Tab auch Videos anschauen möchte, kann dies natürlich auch problemlos tun. Das Gerät schafft es recht mühelos Videos in voller Bildschirmauflösung sauber und ruckelfrei wiederzugeben. Was die Sortierbarkeit der archivierten Videos angeht so bietet das Tab die Möglichkeit nachfolgend zu sortieren:

- Name
- Datum
- Größe
- Typ

Beim Samsung Galaxy Tab sind auch größere Videos kein Problem, so kann das Tab sogar Full-HD Videos (im H.264 Format) mit 1920x1080 Pixeln flüssig abspielen. Über einen HDMI Adapter oder die erhältliche Ladestation lässt sich das Galaxy Tab auch als Media Player am heimischen Fernseher verwenden. In diesem Fall wird übrigens sogar das ganze Gerätemenü auf dem Ausgabegerät angezeigt.

Verbindungsmöglichkeiten:


Was die einzelnen Verbindungsmöglichkeiten angeht so kann sich das Samsung Galaxy Tab sehen lassen. Bluetooth, WLAN, EDGE, GPRS, UMTS und HSPA stellen das Grundgerüst dar. Mit dem Gerät surft es sich dank dieser Funkstandards angenehm schnell und komfortabel. Alles andere wäre aber auch verwunderlich gewesen, ist das Galaxy Tab doch als echte Onlinemaschine ausgelegt. Wer mag kann übrigens das automatische Synchronisieren abstellen um die Mobilfunkverbindungen bzw. Datenkosten unter Kontrolle zu halten. Hinzu gesagt sei aber, dass das Galaxy Tab unterwegs eigentlich nur mit einem ordentlichen Datenpaket oder noch besser einer Datenflat Sinn macht. Nur so lässt es sich unterwegs wirklich entspannt und sorglos surfen. Sonst kann es passieren das dass Galaxy Tab hier und da mal ungefragt nach "Hause" verbindet und so Datenkosten produziert. ;-)

Die Daten-Schnittstelle kann für den Wechseldatenträgermodus genutzt werden um Zugriff auf den integrierten Speicher (16GB) oder die optional einsetzbare Speicherkarte zu bekommen. Des Weiteren hat man auch eine Sync-Software (Samsung KIES) zum Abgleich mit Microsoft Outlook beigefügt.

PIM-Funktion (persönl. Informationsverwaltung):


Kommen wir also nun zu den PIM Programmen wie Kalender, Kontakte, etc. die das Samsung Galaxy Tab beherrscht.

Fangen wir mit dem Kalender an, dieser bietet wie zu vermuten eine Monats-, Wochen- und Tagesübersicht. Die Eingabe selbst ist ziemlich detailliert geraten, die zur Verfügung stehenden Felder sind:

- Terminname
- Datum und Uhrzeit
- Ganztägig: ja / nein
- Ort
- Beschreibung
- Kalender mit dem gesynct wird (z.B. Google Calendar)
- Alarm (einstellbar in verschiedenen Minutenschritten)
- Wiederholungen
- Hinweis

Beim Telefonbuch sieht es ähnlich umfangreich aus. Hier sollte man in der Regel mit den zur Verfügung stehenden Feldern problemlos auskommen. Hier eine kleine Übersicht welche Felder das Telefonbuch anbietet:

- Rufnummer (Mobiltelefon,Büro, Fax, Pager, Andere, Rückruf, Eig. Menü)
- E-Mails Adresse (Büro, Andere, Eig. Menü))
- Klingelton
- IM (Google Talk, AIM, Windows Live, Yahoo!, Skype, QQ, ICQ, Jabber, Eig. Menü)
- Postanschrift (Privat, Firma, Büro, Andere, Eig. Menü)
- Organisation (Privat, Firma, Büro, Andere, Eig. Menü)
- Optionen (Memo, Spitzname, Webadresse, Geburtstag, Jahrestag)

Die Felder lassen sich beliebig kombinieren und hinzufügen. Durch die benutzerdefinierten Felder (Eig. Menü) kann man nach belieben hinzufügen und verwalten.

Wer will kann selbstverständlich auch ein persönliches Anruferbild für jeden Kontakt hinzufügen. Zur besseren Übersichtlichkeit gibt es auch die Möglichkeit die Kontakte nach Gruppen zu unterteilen.

Was die Office Features angeht hat Samsung auf die ThinkFree Mobile Lösung gesetzt. Hier lassen sich wie zu erwarten Powerpoint-, Word- und Excel-Dateien öffnen und auch erstellen. Die Dateien lassen sich bei Bedarf auch mit GoogleDocs und ThinkFree Online austauschen.

GPS:


In dieser Kategorie hat man ab Werk einerseits die Möglichkeit der Lokalisierung per Google Latitude andererseits auch Google Maps als Navigations- und Ortungssystem. Diese Lösung ist mittlerweile eine richtige, sprachgeführte Navigation, wie man sie von vollwertigen Navigationsgeräten kennt. Da keinerlei Kartenmaterial lokal gespeichert ist (Offboard-Navigation) ist auch hier eine Datenverbindung erforderlich. Das Gerät lädt so die abgebildeten Kartenausschnitte sowie die Fahrkommandos per Internet-Verbindung herunter. Da Google seine Maps Lösung immer weiter verbessert stellt dies eine durchaus brauchbare Lösung dar.

Wer mag kann natürlich auch auf namhafte Onboard-Lösungen wie beispielsweise Navigon, ALK CoPilot oder Sygic mobile maps zurückgreifen. Mit diesen Softwarekomponenten macht man sein Galaxy Tab zum echten Navigationsgerät mit Spurassistent und weiteren Features. Ein 7.0 Zoll Navigationsgerät hat natürlich auch seinen Reiz, auch wenn es schwierig wird einen geeigneten Haltepunkt im PKW zu finden der nicht gleich die Sicht behindert.

Software-Market:


Wer die Funktionen des Gerätes etwas besser ausreizen möchte, sollte sich im Android Market Platz umschauen. So gibt es u.a Programme für eine automatische Umschaltung der Lautstärke je nach Standort, ein Programm das den nächsten Supermarkt in der Nähe findet, und viele weitere Tools. Hier lohnt auf jeden Fall ein regelmäßiger Blick in den Android Market. Klar gibt es hier auch viele unnütze Programme oder Beta-Software, doch es gibt vieles das sich wirklich lohnt anzuschauen. Hier einige Programme die ich durchaus empfehlen kann auch den Samsung Galaxy Tab zu installieren:

- Wikitude (Standortinformationen)
- barcoo (Barcode Scanner mit Preisanzeige)
- Fahrplan (Fahrplan Information für Bahnfahrer)
- FotMob (Liveergebnisse und RSS News aus dem Bereich Fußball)
- WeatherBug (Wetterinformationen mit Anzeige der Temperatur in der Statusleiste)
- Toogle Settings (Profilumschaltung, Akku schonen und weitere Features)
- Translate (Übersetzungstool für ca. 150 Sprachen)
- TaskSwitcher (ein sehr einfaches Tool um zwischen laufenden Programmen zu wecheln)
- Shazam (Titel und Interpret eines Musikstücks erkennen lassen)
- Labyrinth Lite (nettes Spiel für zwischendurch)
- LastFM (Online Musik hören)
- TuneIn Radio (sehr gut sortiertes Online Radio)
- skobbler (Offboard Navigationssystem mit Open Street Maps)
- meebo (sehr guter und einfacher Instant Messenger)
- NesEmu (Nintendo NES Emulator)
- Angry Birds (ein sehr gutes kostenloses Spiel)
- Qype-Radar (Restaurantbewertung mit GPS-Nutzung)
- Layer (Augmented Reality Browser)
- Power Manager (ein Programm um den Energiehaushalt zu verwalten)
- Astro (ein guter Dateimanager)
- Last.fm (seine Lieblingsmusik hören)
- Beautiful Widgets (nette Wetter- und Uhranzeige)
- LauncherPro Plus (ein alternativer Launcher für den Android Desktop)
- ADW Launcher EX (eine weitere Launcher Alternative)
- ran (hier dreht sich alles um Fußball)
- nachrichten.de (eine nett aufbereitete Nachrichtenübersicht nach Themen)
- News und Wetter (ein weiteres gutes Nachrichtenprogramm)
- Spare Parts (diverse Einstellungen am Android Betriebssystem vornehmen)
- WhatsApp (Android, Symbian, Blackberry, iOs ; übergreifender Messenger)

Dies ist nur eine kleine Auswahl für das Samsung Galaxy Tab. Es gibt noch wesentlich mehr an freien, kostenlosen Programmen. Es muss jeder selbst einen Blick auf den Android Market werfen um zu schauen was einem gefällt bzw. was wichtig ist. Wer mag kann mal auf http://appaware.org vorbeischauen, dort sieht man welche Apps momentan oft installiert oder deinstalliert werden.

Samsung hat neben dem Android Market auch einen eigenen Market namens Samsung Apps integriert. Dieser Menüpunkt ist aber bisher nicht der Rede Wert da es dort bisher eine sehr geringe Auswahl an Apps gibt.

Anmerkung: Da noch nicht alle Apps in der vollen Displayauflösung des Galaxy Tabs laufen, gibt es dank des Programms "Spare Parts" Abhilfe. Hiermit lassen sich alle Apps auf Vollbild "resizen" sodass die komplette Displayfläche genutzt wird. Eine kurze Erklärung wie das genau funktioniert hat jkkmobile in einem kurzen Youtube Tutorial bereitgestellt.

Browser:


Kommen wir zu einer der wohl wichtigsten Applikation am Samsung Galaxy Tab, die Rede ist natürlich vom integrierten Webbrowser. Wie es sich für ein "Tablet" gehört ist ein vollwertiger HTML-Browser integriert worden.

Der Browser kommt mit nahezu allen Internetseiten wunderbar klar, die Darstellung ist nahezu identisch mit der des heimischen Desktop Computers. Der Browser unterstützt:

- WML
- HTML
- XHTML
- CSS
- JavaScript
- Flash 10.1

Wer mag kann eine Übersicht über die Webseite auf einen kurzen Displaydruck aufrufen und so auf den gewünschten Teil der Webseite zum zoomen doppelklicken. Wie bei anderen Android Geräten wurde auch hier der Zoom per „Pinch und Zoom“ Fingergeste umgesetzt, so kann man per Fingerspreizen stufenlos in die gewünschten Webinhalte rein- und rauszoomen. Sinnvoll auch das der Browser wie üblich vom integrierten Neigungssensor Gebrauch macht, so wird das Displayformat in das Querformat umgeschaltet wenn man das Tablet quer hält.

Was die Bildschirmeingabe angeht so wird diese über die Bildschirmtastatur des Galaxy Tab erledigt. Im Browser sind maximal 8 Fenster parallel möglich zwischen denen man per Menü nahtlos hin und her wechseln kann. In der Regel sollten diese 8 Browserfenster für Fans des Browser-Multitasking vermutlich genügen. Des Weiteren kann man im Browser die Schriftgröße einstellen und einen Popupblocker aktivieren.

Was der Browser auch mitbringt (dank Android 2.2) ist der Flash Support, so werden z.B. Youtube Videos direkt im Browser angezeigt. Die Flash Version 10.1 hat allerdings auch Ihre Grenzen, so werden TV-Stream (getestet bei N24 oder N-TV) nur ruckelig wiedergegeben. Für weniger ressourcenhungrige Inhalte wie Flash Spiele oder Flash Live Ticker reicht die Performance aber locker aus.

Wie bei einem Desktop-Browser gibt es beim Galaxy Tab natürlich auch die Möglichkeit Lesezeichen anzulegen, diese zu verwalten oder den Verlauf zu betrachten. Des Weiteren gibt es neben dem Standard Browser natürlich auch Browser Alternativen wie den Opera Mobile, Dolphin HD oder die Firefox 4 Betaversion. Hier entscheiden also wieder der persönliche Geschmack und die Anforderungen die man an den Browser so stellt.

E-Mail:


E-Mails sind wie nicht anders zu erwarten auch beim Galaxy Tab ein großes Thema. Der bevorzugte Weg führt natürlich wie schon erwähnt über den GMail (Google Mail) Account. Hier werden die Mails dann im Push Verfahren auf das Gerät übertragen.

Wer lieber eine andere E-Mail Adresse auf dem Galaxy Tab nutzen will kann dies natürlich auch tun, hier bietet das Gerät den Zugriff auf IMAP oder POP3 Konten. In diesem genannten Fall wird Push-Mail per Exchange-Push-Mail unterstützt, alternativ kann man auch dass automatische Abrufintervall nach belieben verändern, der kleinste Wert liegt bei rund 5 Minuten. Dies sollte sicher immer noch mehr als ausreichend schnell sein wenn man seine Mails unterwegs lesen möchte. Anhänge kann man selbstverständlich auch mit dem Samsung Galaxy Tab empfangen und versenden, Bilder oder Musik als Beispiel stellen natürlich kein Problem dar.

Fazit:


Das Samsung Galaxy Tab ist für mich das wohl beste Tablets auf dem Markt. Das Gerät bietet eine erstklassige Bedienung und einen schnellen Seitenaufbau. Dank der geringeren Abmessungen gegenüber 10 Zoll Geräten wie beispielsweise dem iPad ist es auch der perfekte Begleiter für unterwegs. Die Ausstattung des Gerätes ist als nahezu vollständig anzusehen, schwächen findet man beim genaueren Hinsehen nur bei dem verbauten Samsung Connector (Lade- und Datenanschluss). Hier wäre schön gewesen Samsung hätte den sonst üblichen microUSB-Anschluss verbaut. Ansonsten sind auch bei der Personalisierbarkeit kaum Grenzen gesetzt, im Android Market gibt es für jeden Bereich die passende Software.

Gemessen an seinem Preis von momentan rund 560 Euro (Stand Dezember 2010) ist das Galaxy Tab sicherlich eine sehr gute Wahl. Die Paradedisziplin des Samsung Galaxy Tab liegt sicherlich im Online- und Multimediabereich, so machen sowohl der Browser, als auch die integrierten Multimediafeatures eine gute Figur.

Abschließend hier noch die Vor-und Nachteile des Gerätes.

Vor- und Nachteile:

schnelles Betriebssystem
sehr gutes, hochauflösendes Display
riesige Anzahl an zusätzlichen Programmen
leichte und einfache Bedienung
gute Verarbeitung
gut bedienbare Bildschirm-QWERTZ-Tastatur
3.5 mm Klinke Anschluss
Akku fest im Gehäuse verbaut
eigener Anschluss für Lade- und Datenschnittstelle
Flash stellenweise etwas ruckelig

Legende: positiv /// neutral /// negativ


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