Meine Geräte-Testberichte:

Nachdem bei mir das Handy zum Hobby wurde habe ich des Öfteren für das Mobilfunk-Forum Telefon-Treff Testberichte geschrieben.

Diese Tests möchte ich nun auch auf dieser Seite in einem kleinen Archiv bereitstellen.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

















Die Copyrights, Logos und Rechte an den Markennamen unterliegen den jeweiligen Herstellern.

 

 


Sony Ericsson Xperia X10 - Ausführlicher Testbericht

Vorwort:

Das erste Android Gerät von Sony Ericsson ist vor wenigen Wochen endlich auf dem deutschen Markt erschienen. Das installierte Android Betriebssystem der Version 1.6 wurde in Kooperation mit Google und weiteren Partnern (zu denen auch Sony Ericsson zählt) entwickelt, alle zusammen gehören zur sogenannten Open Handset Alliance. Durch die Google Kooperation muss man sich nicht wundern das dass Gerät diverse Google Applikationen wie Google Mail, Google Kalender oder Google Maps mit sich bringt. Das Gerät ist aktuell übrigens in weiß oder schwarz erhältlich. Das Telefon bietet ein riesiges Touch-Display, ein gut verarbeitetes Gehäuse sowie eine überarbeitete Android Oberfläche (namens Timescape & Mediascape). Was das in Kombination mit dem Android Betriebssystem zu leisten im Stande ist wird der nachfolgende Testbericht aufzeigen.

Bilder & Links:

Hier die eine kleine Bilderübersicht die ich für das Sony Ericsson X10 erstellt habe.

- Gerätebilder: Galerie mit 40 Bildern
- Displaybilder: Galerie mit 28 Bildern

- Online Gerätedemo:
Try the Phone
- Hersteller Geräteseite: Übersicht
- Bedienungsanleitung: Download


Lieferumfang:


Das Gerät kommt in einem recht ordentlichen Lieferumfang daher. So findet sich in dem weißen Karton folgendes Zubehörpaket wieder.

Hier eine kurze Auflistung des Lieferumfangs:


- Sony Ericsson Xperia X10
- Li-Ionen Akku (1500 mAh)
- Ladegerät
- USB-Kabel
- Stereo-Headset
- 8GB Speicherkarte
- Bedienungsanleitung


Die unverbindliche Preisempfehlung liegt übrigens bei stolzen 599,- Euro.


Abb. Lieferumfang (Symbolfotos)


Im Gegensatz zu den ersten Android Geräten wie z.B. dem T-Mobile G1 ist man beim Sony Ericsson X10 übrigens nicht gezwungen das Gerät per Googleaccount zu aktivieren, hier heißt es einschalten und loslegen. Einmal eingeschaltet kann das Gerät dann endlich in seinem vollen Umfang genutz werden. Vom Einschalten bis zum Startbildschirm vergehen dann jeweils gut 20-25 Sekunden - diese Werte orientieren sich an anderen Smartphones mit Symbian oder Windows Mobile Betriebssystem.

Gehäuse und Verarbeitung:


Das Sony Ericsson X10 kommt in einem sehr großzügig dimensionierten Gehäuse mit Abmessungen von 119 x 63 x 13 mm daher. Das Gewicht des Gerätes ist mit 135 Gramm noch als angenehm zu bezeichnen, bei der gebotenen Ausstattung inklusive des großen Displays geht das Gewicht aber noch in Ordnung.

Die Gehäuseoptik kann man als äußerst edel und hochwertig bezeichnen. Egal ob man die weiße oder schwarze Farbvariante des Xperia X10 nimmt, generell sind diese komplett aus einfarbigem, hartem Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitungsqualität ist soweit in Ordnung, der verwendete Kunststoff fühlt sich sehr hochwertig an. Dem Gerät lässt sich aufgrund dieser Tatsache kein Knacken und Knarzen entlocken. Das ganze Gehäuse wirkt wie aus einem Guß.

Kommen wir zu den einzelnen Gehäusekomponenten: Auf der Gerätefront findet sich ganz oben die relativ breite Lautsprecheröffnung wieder, neben dieser wurde eine kleine unscheinbare Status-LED integriert. Direkt unter dieser Öffnung findet sich das 4.0 Zoll messende, kapazitive Display wieder. Unterhalb des Displays befinden sich 3 Tasten wieder: Die Tasten sind im einzelnen von links nach rechts: Menü-, Startseiten- und die Zurück-Taste. Auf der rechten Gehäuseseite findet sich im oberen Teil die Wipptaste zur Lautstärkenregelung wieder, weiter unten die Taste um die Kamera zu starten.



Die Geräterückseite wird vom riesigen Akkudeckel dominiert. Die komplette Rückseite ist aus einem Teil gefertig und deckt sowohl den Akku als auch die Kameraöffnung ab. Die Rückseite fühlt sich gut an, kein klappern oder knarzen soweit das Auge reicht.

Touchscreen:


Der 4.0 Zoll messende Touchscreen mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixeln beherrscht nahezu die komplette Gerätefront. Das Display stellt bis zu 16,7 Mio. Farben dar (vom Android 1.6 werden max 65.000 unterstützt) und ist ähnlich dem Apple iPhone kapazitiv, Multitouch wurde in der aktuellen Version noch nicht freigeschaltet. Das Display reagiert angenehm präzise auf die Eingabe per Finger. So lassen sich die einzelnen Menüicons oder Menüpunkte genau drücken und bedienen.

Das Displayformat wird übrigens durch drehen des Gerätes beeinflußt. Hält man das Gerät im Hochformat, bedient man das Gerät im Hochformat, hält man das Gerät im Querformat so wechselt die eingeblendete Tastatur und die Displayanzeige mitsamt in das Querformat.

Menüstruktur / Widgets / "Timescape":

Das Android Betriebssystem kommt mit einem mittlerweile bewährten Bedienkonzept daher. Das Gerät bietet 3 durchschaltbare "Standard"-Desktops (auch Homescreens genannt), die mit Shortcuts, Ordnern oder Widgets belegt werden können. Zwischen den 3 Desktops blättert man einfach per Fingerstreich hin und her. Oberhalb des jeweiligen Desktops gibt es eine aufrufbare Statusleiste, unterhalb des Desktops das aufrufbare Hauptmenü. Dieses Hauptmenü beherbergt alle installierten Programme. Möchte man ein Programm auf dem Desktop platzieren, so reicht es dieses Icons auf den Desktop zu ziehen und loszulassen. Wer mag kann die einzelnen Programme auf dem Desktop in umbenennbare Unterordner platzieren. Es reicht mit dem Finger auf den Desktop zu drücken und schon kann man folgende zwischen folgenden Punkten wählen:

- Verknüpfung
- Widgets
- Ordner
- Hintergründe

Was die einzelnen Widgets angeht so ist es üppig gesäht, diverese Möglichkeiten sind: Analoguhr, Kalender, Digitaluhr, Timescape, E-Mail Ansicht, ein Google-Suchfeld, und vieles Mehr stehen zur Auswahl. Weitere Widgets stehen problemlos über den Android-Market zum Download bereit.

Wenn man viele Programme installiert hat, wird das aufziehbare Hauptmenü ziemlich schnell unübersichtlich, die Symbole hier lassen sich nämlich nicht verschieben, sondern werden immer alphabetisch angezeigt. Es empfiehlt sich also die 3 Desktops nach seinen persönlichen Bedürfnissen anzupassen damit die Übersichtlichkeit nicht leidet. Durch die einzelnen Ordner, etc. stellt dies wie gesagt kein Problem dar.

Wer mag kann die Optik des Gerätes dank der Vielseitigkeit nach belieben anpassen, Sony Ericsson liefert hier verschiedene Hintergründe ab Werk mit. Wem die zur Auswahl stehenden Widgets und Hintergünde nicht reichen, der wird im Android Market fündig werden.

Eine Sony Ericsson Eigenentwicklung ist die Timescape Oberfläche, welche vor allem soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook anzeigt. Des Weiteren werden Kontakte, E-Mails und SMS in einer durchblätterbaren Oberfläche dargestellt. Optisch ist das ganze sehr nett anzusehen und es läuft auch sehr flüssig. Die Oberfläche kann bei Bedarf permanet als Ersatz zur Standardoberfläche ausgewählt und aktiviert werden. Insgesamt für mich eine nette Spielerei, mehr aber nicht. Die meisten Features gibt es auch kompakter als Widget aus dem Android Market.

Die zweite Sony Ericsson Eigenentwicklung ist die Mediascape Oberfläche, hier werden in erster Linie alle Medien in einer Komplettübersicht aufbereitet. So findet man seine Bilder, Videos und auch Musik in einer großflächigen Übersicht dargestellt. Wer mag kann dies auch noch mit Onlinemedien wie Flickr, Facebook und Picasa verknüpfen. Insgesamt ist diese Art der Ansicht wesentlich hübscher als das was Android ab Werk bietet um seine Medien zu verwalten.


Kamera:


Das Sony Ericsson X10 kommt mit einer 8.1 Megapixel Kamera daher welche auf der Rüclseite relativ unscheinbar verbaut wurde. Wie man auf den Bildern erkennen kann ist ein Blitzlicht verbaut worden, sodaß Bilder auch bei weniger Umgebungslicht gelingen sollten. Was die Einstellmöglichkeiten angeht so ist das X10 wesentlich umfangreicher einstellbar als es bei Geräten der Hersteller HTC oder Samsung zur Wahl steht. Einstellbar sind unter anderem folgende Punkte:

- Focus Modus (Single Autofocus, Multi Autofocus, Macro, Gesichtserkennung, Unendlich)
- Szenen (Normal, Portrait, Landschaft, Nacht, Nacht Portrait, Strand / Schnee, ...)
- Auflösung (8MP, 6MP, 2MP (4:3), 2MP (16:9))
- Aufnahme Modus (Normal, Szenen, Smile Shutter, Touch Capture)
- Erweiterte Einstellungen (Photo Licht, Selbstauslöser, Weißabgleich, Bildstabilisator, ...)

Die Kamera startet man über die rechtsseitig angebrachte Kamerataste, das große Display dient als Sucher. Das Motiv wird wie nicht unschwer zu erahnen durch herunterdrücken der Kamerataste fixiert. Die maximale Kameraauflösung für Standbilder liegt bei unglaublichen 3264 x 2448 Pixeln. Selbstverständlich bietet die Kamera einen Autofocus, der beim auslösen der Kamera automatisch fokusiert und scharfstellt. Die Bilder selbst werden im Schnitt zwischen 2.000 und 3.000 kb groß, logischerweise abhängig vom gewählten Motiv.

Was die Qualität angeht so braucht sich das Sony Ericsson Xperia X10 vor der Android Konkurrenz aus dem Hause Samsung, LG oder Motorola nicht verstecken. Die Kamera schlägt alle anderen "Androiden" problemlos. Ein kleiner Verbesserungsvorschlag bleibt aber trotzdem noch für zukünftige Geräte bestehen, so wünsche ich mir für bessere Fotos einen richtigen Xenonblitz und nicht nur diese kleine Foto-LED.

Handhabung:


Die Handhabung des Gerätes ist zusammengefasst gesagt ziemlich gelungen. Das Bedienkonzept als Kombination aus Touchscreen, eingeblendeter QWERTZ-Tastatur oder alphanummerischer Tastatur (verschiedene Lösungen findet man im Market) ist wirklich gut gelöst. Anfangs ist es sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig alle Drehs und Kniffe herauszufinden, doch dann läuft es wie aus einem Guß.



Das Display reagiert auf die Eingaben angenehm präzise, sodass es im Gegensatz zu einigen Touchscreen Geräten nicht allzuoft vorkommt das man eine Eingabe ein zweites Mal bestätigen muss weil der erste Anlauf vom Display nicht registriert wurde. Sollte es aber mal doch zu einer Fehleingabe kommen gibt es noch als kleinen Zusatz eine Rechtschreibkorrektur, die diese Fehler dann für den Nutzer ausbügelt.

Akku- und Empfangseigenschaften:


In dieser Disziplin ist es um Sony Ericsson X10 eher durchschnittlich bestellt. Zwar gibt der Hersteller bis zu 7 Tage
Standby und 10 Stunden Gesprächszeit an, doch sind diese Werte in der Praxis absolut nicht zu erreichen. Mit eingeschaltetem UMTS, automatisiertem Sync zu Google und ein wenig Telefonieren, Surfen, E-Mailen zwingt man das Gerät schon nach weniger als einem Tag in die Knie. Selbst bei moderater Nutzung, abgeschaltetem UMTS kriegt man mit dem X10 nicht mehr als 2,5 Tage Laufzeit hin.

Wer viel telefoniert oder textet kriegt das Gerät auch in nicht mal einem Tag leer. Nutzt man das X10 also als Telefon und nicht nur als E-Mail- und Internetmaschine, ist der Akku ähnlich schnell leer wie bei reiner Onlinenutzung.

Was den Empfang angeht so ist das X10 ziemlich in Ordnung. Das Gerät hat eine ordentliche Sprachs- und Empfangsleistung zu bieten. So bleibt der Empfangspegel im UMTS- sowie GSM-Bereich konstant. Das Gerät hält in verschiedenen Empfangsbereichen stabil das Signal und hält auch in schwierigeren Umgebungen noch am Mobilnetz fest. Was die Sprachqualität angeht so ist der Gesprächspartner gut und deutlich hörbar, einzig der Klang könnte einen Tick klarer und sauberer sein.

Das Gerät wird übrigens einen micro-USB Anschluss aufgeladen, vom Sony Ericsson eigenen Fast Port wurde also Abschied genommen. Dieser Anschluss dient als Datenschnittstelle, der Kopfhöreranschluss ist endlich auf einen konventionellen 3.5 mm Klinke Anschluss umgesetzt worden.

Funktionsüberblick:


Das Sony Ericsson X10 weiß mit einer Menge an Ausstattung aufzuwarten, wenngleich ein Teil der Features erst mit Programmen aus dem "Market" ihre volle Funktion entfaltet.

- Designtyp: Handheld Phone
- Länge Breite x Höhe in mm: 119.0 x 63.0 x 13.0 mm
- Gewicht: ca. 135 g
- Stand-by-Zeit: ca. 415 Stunden
- Sprechzeit: ca. 10 Stunden (bei GSM)
- Akku: Li-Polymer-Akku, 1500 mAh
- Frequenzbänder GSM: Quadband (850, 900, 1800, 1900 MHz)
- GPRS/EDGE: Klasse 12/Klasse 12
- UMTS/HSDPA/HSUPA: Ja/Ja (bis 7,2 Mbit/s)/Ja (bis 2,0 Mbit/s)
- SAR-Wert: 1,25 W/kg
- Haupt-/Innendisplay: TFT-Display, mit 65k Farben angesteuert, 854 x 480 Pixel
- Kamera: 8,1 Megapixel
- Prozessor: 1 GHz (QSD8250 Snapdragon)
- Speicher: 384,00 MB RAM
- Externe Speichererweiterung: Micro SD, max. 16 GB
- Betriebssystem: Android OS 1.6
- MMS und SMS in einer Konversationsansicht
- E-Mail: SMTP, POP3, IMAP4
- Browser: vollwertige HTML Webbrowser
- Klingeltöne: 40-stimmige polyphone Klingeltöne WAV, WMA, MP3
- Sprachfunktionen: Freisprechfunktion
- Schnittstellen: Bluetooth, USB, W-LAN
- W-LAN: IEEE 802.11 b/g
- Synchronisation: Google Kontakte
- Navigation: Google Maps, Wisepilot (Trial)

Die integrierte Bluetooth Schnittstelle unterstützt den Bluetooth 2.0 Standard, dieser unterstüzt das A2D-Profil (Bluetooth Stereo Profil) sowie der Nutzbarkeit als Modem.

Anmerkung: Wer den Bluetooth-Dateiversand und -empfang nutzen möchte dem lege ich das Programm "Bluetooth File Transfer" ans Herz, so lassen sich dann mit dem X10 auch Dateien mit anderen Geräten austauschen.


Music-Player:


Selbstverständlich darf ein Music-Player nicht fehlen. Das Gerät bietet einen sehr leicht bedienbaren Touchplayer. In der Hauptübersicht stehen zu Auswahl Interpret, Alben, Titel, Playlists. Der Player selbst bietet dann nach erfolgreicher Titelauswahl eine gelungene Oberfläche, bestehend aus großem Album-Cover, Play, Pause, Vorwärts, Rückwärts, Repeat, Zufallswiedergabe sowie dem Wechsel zur Wiedergabeliste.



Selbstverständlich spielt der MP3-Player auch im Hintergrund weiter, da das Gerät vollständig Multitasking-fähig ist. Die Wiedergabe im Standbymodus wird dann in der Titelleiste oben signalisiert, hier kann man dann auch problemlos in den Player zurückwechseln. Bei Bedarf lässt sich die beiliegende 8 GB Karte auch gegen eine Größere Karte (z.B. 16 GB) ersetzen, dann macht man das Gerät zu einem richtig guten MP3-Player.

Kommen wir zum Thema Klang, dieser ist mit den beiligenden Kopfhörern schon ziemlich gut. Der Bassanteil ist für Standardkopfhörer ok, die Höhen sind auch hell und klar. Für Musikliebhaber lohnt nichts desto trotz der Kauf eines hochwertigeren Kopfhörerpaares mit ausgewogenerem Klang. Beim Sony Ericsson X10 ist netterweise einen 3.5 mm Klinkeanschluss verbaut worden. Schön das Sony Ericsson endlich auf die Wünsche der Kunden gehört hat, so ist endlich kein USB-Adapter mehr nötig.


Wer mit dem Sony Ericsson X10 auch Videos anschauen möchte kann dies natürlich auch problemlos tun. Das Gerät schafft es mühelos Videos in voller Bildschirmauflösung sauber und ruckelfrei wiederzugeben. Voraussetzung ist hierfür eine entsprechend effiziente Komprimierungsmethode zu wählen.

Verbindungsmöglichkeiten:


Was die einzelnen Verbindungsmöglichkeiten angeht so kann sich das Sony Ericsson X10 sehen lassen. Bluetooth, WLAN, EDGE, GPRS, UMTS und HSDPA stellen das Grundgerüst dar. Mit dem Gerät surft es sich dank dieser Funkstandards angenehm schnell und komfortabel. Alles andere wäre aber auch verwunderlich gewesen, ist das X10 doch als echte Onlinemaschine ausgelegt. Wer mag kann übrigens das automatische Synchronisieren abstellen um die Mobilfunkverbindungen bzw. Datenkosten unter Kontrolle zu halten. Hinzu gesagt sei aber das dass X10 eigentlich nur mit einem ordentlichen Datenpaket oder noch besser einer Datenflat Sinn macht. Nur so lässt es sich entspannt und sorglos surfen. Sonst kann es passieren das dass X10 hier und da mal ungefragt nach "Hause" verbindet und so Datenkosten produziert. ;-)

Die USB-Schnittstelle kann f
ür den Wechseldatenträgermodus genutzt werden um Zugriff auf die Speicherkarte zu bekommen. Des Weiteren hat man auch eine Sync Software zum Abgleich mit Microsoft Outlook beigefügt.

PIM-Funktion:


Kommen wir also nun zu den PIM Programmen wie Kalender, Kontakte, etc. die das Sony Ericsson X10 beherrscht.

Fangen wir mit dem Kalender an, dieser bietet wie zu vermuten eine Monats-, Wochen- und Tagesübersicht. Die Eingabe selbst ist ziemlich detailiert geraten, die zur Verfügung stehenden Felder sind:

- Terminname
- Datum und Uhrzeit
- Ganztägig: ja / nein
- Ort
- Beschreibung
- Kalender mit dem gesynct wird (Google Calendar)
- Erinnerung (Minuten)
- Wiederholungen
- Datenschutz
- Status

Beim Telefonbuch sieht es ähnlich umfangreich aus. Hier sollte man in der Regel mit den zur Verfügung stehenden Feldern problemlos auskommen. Hier eine kleine Übersicht welche Felder das Telefonbuch anbietet:

- Rufnummer (Mobil, Privat, Arbeit, Fax (Arbeit / Privat), Pager, Andere, Benutzerdefiniert)
- E-Mails Adresse (Privat, Arbiet, Andere, Benutzerdefiniert)

- Klingelton
- Anrufe direkt an Mailbox senden (An, Aus)
- Chat (AIM, Windows Live, Yahoo, Skype, QQ, Google Talk, ICQ, Jabber)
- Postanschrift (Privat, Arbeit, Andere, Benutzerdefiniert)
- Sonstiges (Firma / Organisation, Notiz)


Die Felder lassen sich beliebig kombinieren und hinzufügen. Durch die benutzerdefinierten Felder kann man nach belieben hinzufügen und verwalten. Wer will kann selbstverständlich auch ein persönliches Anruferbild für jeden Kontakt hinzufügen. Zur besseren Übersichtlichkeit gibt es auch die Möglichkeit die Kontakte nach Gruppen zu unterteilen. Hier sollten eigentlich die meisten User problemlos mit klarkommen und zufrieden sein.

GPS:


In dieser Kategorie hat man ab Werk einerseits die Möglichkeit der Lokalisierung per Google Maps. Eine echte Navigationslösung ist dies allerdings nicht, man kann wie üblich seinen Standort in Karten oder Satellitenansicht darstellen oder eine Route planen. Es wird aber keine echte sprachgeführte Navigation durchgeführt.

Wer so etwas sucht für den hat Sony Ericsson eine Testversion der Navigationslösung Wisepilot beigelegt. Diese Lösung ist eine richtige sprachgeführte Navigation, wie man sie von vollwertigen Navigationsgeräten kennt. Wer sich mit dieser Software anfreundet, muss allerdings nach Ablauf des Testzeitraumes für diese Lösung bezahlen.

Software-Market:


Wer die Funktionen des Gerätes etwas besser ausreizen möchste, sollte sich im Android Market Platz umschauen. So gibt es u.a Programme für eine automatische Umschaltung der Lautstärke je nach Standort, ein Programm das den nächsten Supermarkt in der Nähe findet, und viele weitere Tools. Hier lohnt auf jeden Fall ein regelmäßiger Blick in das Android Downloadportal. Klar gibt es hier viele unnütze Programme oder Beta-Software, doch es gibt vieles das sich wirklich lohnt anzuschauen. Hier einige Programme die ich durchaus empfehlen kann auch den Sony Ericsson X10 zu installieren:

- Wikitude (Standortinformationen)
- barcoo (Barcode Scanner mit Preisanzeige)
- Fahrplan (Fahrplan Information für Bahnfahrer)
- FotMob (Liveergebnisse und RSS News aus dem Bereich Fußball)
- WeatherBug (Wetterinformationen mit Anzeige der Temperatur in der Statusleiste)
- Toogle Settings (Profilumschaltung, Akku schonen und weitere Features)
- Translate (Übersetzungstool für ca. 150 Sprachen)
- TaskSwitcher (ein sehr einfaches Tool um zwischen laufenden Programmen zu wecheln)
- Shazam (Titel und Interpret eines Musikstücks erkennen lassen)
- Labyrinth Lite (nettes Spiel für zwischendurch)
- meebo (sehr guter und einfacher Instant Messenger)
- NesEmu (Nintendo NES Emulator)
- Qype-Radar (Restaurantbewertung mit GPS-Nutzung)

- Video Recorder (einfacher Videorekorder)
- Power Manager (ein Programm um den Energiehaushalt zu verwalten)
- Astro (ein guter Dateimanager)
- Last.fm (seine Lieblingsmusik hören)
- Beautiful Widgets (nette Wetter- und Uhranzeige)

Dies ist nur eine kleine Auswahl für das Sony Ericsson X10. Es gibt noch wesentlich mehr an freien, kostenlosen Programmen. Es muss jeder selbst einen Blick auf den Android Market werfen um zu schauen was einem gefällt bzw. was wichtig ist.

Browser:

Kommen wir zu einer der wohl wichtigsten Applikation am Sony Ericsson X10, die Rede ist natürlich vom integrierten Webbrowser. Wie es sich für ein "Web-Handy" gehört ist ein vollwertiger HTML-Browser integriert worden. Der Browser kommt somit mit einem Großteil von Internetseiten wunderbar klar, die Darstellung ist nahezu identisch mit der des heimischen Desktop Computers. Der Browser unterstützt:

- WML
- HTML
- XHTML
- Flash Lite 3.1

Wer mag kann eine Übersicht über die Webseite auf einen kurzen Displaydruck aufrufen und so auf den gewünschten Teil der Webseite klicken und per Zoom Taste in den gewählten Ausschnitt hineinzoomen. Schön das der Browser auch vom Neigungssensor gebrauch macht, so wird das Displayformat in das Querformat umgeschaltet wenn man das Handy quer hält.

Was die Bildschirmeingabe angeht so wird diese über die Bildschirmtastatur des X10 erledigt. Im Browser sind bis zu 4 Fenster parallel möglich zwischen denen man per Menü nahtlos hin und her wechseln kann. In der Regel sollten 4 Fenster für Fans des Browser-Multitasking vermutlich genügen. Des Weiteren kann man im Browser die Schriftgröße einstellen und einen Popupblocker aktivieren.

Was dem Browser leider fehlt ist Flash Support, so werden Youtube Videos also nicht direkt im Browser angezeigt, sondern per vorinstallierter Youtube Applikation. Schade, aber hier wird wohl erst die kommende Android Version Abhilfe schaffen, so bleibt nur zu hoffen das Sony Ericsson hier bald nachbessert.

E-Mail:


E-Mails sind wie nicht anders zu erwarten auch beim X10 ein großes Thema. Der bevorzugte Weg führt natürlich wie schon erwähnt über den GMail (Google Mail) Account. Hier werden die Mails dann im Push Verfahren auf das Gerät übertragen.

Wer lieber eine andere E-Mail Adresse auf dem X10 nutzen will kann dies natürlich auch tun, hier bietet das Gerät den Zugriff auf IMAP oder POP3 Konten. In diesem genannten Fall wird kein Push-Mail unterstützt, jedoch kann man das automatische Abrufintervall nach beliebend verändern, der kleinste Wert liegt bei rund 5 Minuten. Dies sollte sicher immer noch mehr als ausreichend schnell sein wenn man seine Mails unterwegs lesen möchte. Anhänge kann man selbstverständlich auch mit dem Sony Ericsson X10 empfangen und versenden, Bilder oder Musik als Beispiel stellen natürlich kein Problem dar.

Fazit:


Das Sony Ericsson X10 ist eines der aktuell besten Android Handy auf dem Markt. Das Gerät bietet eine erstklassige Bedienung und einen schnellen Seitenaufbau. Auch beim Thema Personalisierbarkeit sind dem Nutzer kaum Grenzen gesetzt. Die Ausstattung des Gerätes ist als nahezu vollständig anzusehen, schwächen findet man bei der Android Version (nur 1.6, statt 2.1) und den großen Gehäuseabmessungen. Hier wäre schön gewesen Sony Ericsson hätte das Gerät mit der aktuellen Android Version 2.1 ausgeliefert. Leider wird das Update noch einige Zeit auf sich warten lassen, sofern man diversen Quellen glauben darf.

Gemessen an seinem Preis von rund 500 Euro (Stand Mai 2010) ist das Telefon sicherlich eine gute, aber auch teure Wahl. Die Paradedisziplin des Sony Ericsson X10 liegt sicherlich im Online- und Kamerabereich, so macht sowohl der Browser, als auch die integrierten "social Networks" (inkl. autom. Sync) eine gute Figur. Die Kamera mit Ihrem 8 Megapixel Objektiv ist bisher auch einzigartig in Ihrer Qualität, kein anderes Android Handy macht solch gute Fotos.


Abschließend hier noch die Vor-und Nachteile des Gerätes.

Vor- und Nachteile:

+ schnelles Betriebssystem
+ riesige Anzahl an zusätzlichen Programmen
+ leichte und einfache Bedienung
+ gute Verarbeitung
+ gut bedienbare QWERTZ-Tastatur
+ 3.5 mm Klinke Anschluss
o permanente Online-Synchronisation
o keine kostenlose Navigationslösung
- Akkuleistung durchschnittlich
- nur Android Version 1.6
- kein Flash im Browser


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