Meine Geräte-Testberichte:

Nachdem bei mir das Handy zum Hobby wurde habe ich des Öfteren für das Mobilfunk-Forum Telefon-Treff Testberichte geschrieben.

Diese Tests möchte ich nun auch auf dieser Seite in einem kleinen Archiv bereitstellen.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

















Die Copyrights, Logos und Rechte an den Markennamen unterliegen den jeweiligen Herstellern.

 

 


HTC Hero - ausführlicher Testbericht

Vorwort:

Das mittlerweile dritte Android Gerät ist endlich auf dem deutschen Markt erschienen, nach dem HTC Dream und HTC Magic, die als gebrandete Geräte bei T-Mobile und Vodafone erschienen sind, ist das HTC Hero das erste freie, ungebrandete Android Gerät in Deutschland. Das Telefon wird nicht nur exklusiv bei einem Netzbetreiber vermarketet, sondern ist frei im Handel erhältlich. Im Gegensatz zum iPhone ist das Gerät aber mit keinem Simlock versehen und ist somit ab Werk mit allen anderen Netzbetreibern nutzbar. Das Betriebssystem wurde in Kooperation mit Google und weiteren Partnern entwickelt, alle zusammen gehören zur sogenannten Open Handset Alliance. Durch die Google Kooperation muss man sich nicht wundern das dass Gerät diverse Google Applikationen wie Google Mail, Google Kalender oder Google Maps mit sich bringt. Das Gerät ist aktuell übrigens in weiß, braun und grau erhältlich. Das Telefon bietet ein großes Touch-Display, ein gut verarbeitetes Gehäuse sowie eine vollkommen überarbeitete Android Oberfläche (namens HTC Sense). Was das in Kombination mit dem Android Betriebssystem zu leisten im Stande ist wird der nachfolgende Testbericht aufzeigen.

Dateien:

Hier die eine kleine Bilderübersicht die ich für das HTC Hero erstellt habe.

- Gerätebilder: Galerie mit 38 Bildern
- Displaybilder: Galerie mit 84 Bildern

Verschiedene Kamerabilder werden in Kürze nachgereicht! :-)


Lieferumfang:


Das Gerät kommt in einem nahezu vollständigen Lieferumfang daher. So findet sich in dem weißen Karton folgendes Zubehörpaket wieder.

Hier eine kurze Auflistung des Lieferumfangs:


- HTC Hero
- Li-Ionen Akku (1150 mAh)
- Ladegerät
- USB-Kabel
- Stereo-Headset
- 2GB Speicherkarte
- Bedienungsanleitung


Die unverbindliche Preisempfehlung liegt übrigens bei stolzen 499,- Euro.


Abb. Lieferumfang (Symbolfotos)


Im Gegensatz zum T-Mobile G1 ist man beim HTC Hero übrigens nicht gezwungen das Gerät per Googleaccount zu aktivieren, hier heißt es einschalten und loslegen. Einmal eingeschaltet kann das Gerät dann endlich in seinem vollen Umfang genutz werden. Vom Einschalten bis zum Startbildschirm vergehen dann jeweils gut 25 Sekunden - diese Werte orientieren sich an anderen Smartphones mit Symbian oder Windows Mobile Betriebssystem.

Gehäuse und Verarbeitung:


Das HTC Hero kommt in einem recht großzügig dimensionierten Gehäuse mit Abmessungen von 112 x 56.2 x 14.35 mm daher. Das Gewicht des Gerätes ist mit 135 Gramm noch als angenehm zu bezeichnen, bei der gebotenen Ausstattung inklusive des großen Displays geht das Gewicht aber noch in Ordnung.

Die Gehäuseoptik kann man als äußerst schlicht bezeichnen. Egal ob man die weiße oder eine der dunkleren Farbvarianten (braun oder silbergrau) des Hero nimmt, generell sind diese komplett aus einfarbigem, weichen Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitungsqualität ist soweit in Ordnung, der verwendete Kunststoff fühlt sich sehr hochwertig an. Dem Gerät lässt sich aufgrund dieser Tatsache kein Knacken und Knarzen entlocken. Das ganze Gehäuse wirkt wie aus einem Guß.

Kommen wir zu den einzelnen Gehäusekomponenten: Auf der Gerätefront findet sich ganz oben die relativ breite Lautsprecheröffnung wieder, neben dieser wurde eine kleine unscheinbare Status-LED integriert. Direkt unter dieser Öffnung findet sich das 3.2 Zoll messende, kapazitive Display wieder. Unterhalb des Displays befinden sich 6 Tasten und ein Trackball (ähnlich den RIM Blackberrys) wieder. Die Tasten sind im einzelnen von links nach rechts: Rufannahme-, Home-, Menü- und die Auflegen-Taste. Rechts versetzt unter dieser Tastenreihe findet sich eine breite Taste mit der Zurück- und der Suchfunktion wieder. Auf der linken Gehäuseseite findet sich im oberen Teil die Wipptaste zur Lautstärkenregelung wiede, auf der rechten Gehäuseseite ist weit und breit nichts auszumachen.



Die Geräterückseite wird vom riesigen Akkudeckel dominiert. Die komplette Rückseite ist aus einem Teil gefertig und deckt sowohl den Akku als auch die Kamera- sowie Lautsprecheröffnung ab. Die Rückseite fühlt sich gut an, so findet hier ein sogenanntes Softtouch-Material Anwendung was für eine samtig weiche und griffige Oberfläche sorgt.

Touchscreen:


Der 3.2 Zoll messende Touchscreen mit einer Auflösung von 320 x 480 Pixeln beherrscht nahezu die komplette Gerätefront. Das Display stellt bis zu 65.000 Farben dar und ist ähnlich dem Apple iPhone kapazitiv, auch Multitouch wurde dieses mal integriert. Das Display reagiert angenehm präzise auf die Eingabe per Finger. So lassen sich die einzelnen Menüicons oder Menüpunkte genau drücken und bedienen. Wer will kann dank des Trackballs auch den Großteil des Gerätes hierüber bedienen.

Das Displayformat wird übrigens durch drehen des Gerätes beeinflußt. Hält man das Gerät im Hochformat, bedient man das Gerät im Hochformat, hält man das Gerät im Querformat so wechselt die eingeblendete Tastatur und die Displayanzeige mitsamt in das Querformat.

Menüstruktur / Widgets / "Sense":

Das Android Betriebssystem kommt mit einem vollkommen neuartigen Bedienkonzept daher. Das Gerät bietet 7 durchschaltbare Desktops (auch Homescreens genannt), die mit Shortcuts, Ordnern oder Widgets belegt werden können. Zwischen den 7 Desktops blättert man einfach per Fingerstreich oder per Trackball hin und her. Oberhalb des jeweiligen Desktops gibt es eine aufrufbare Statusleiste, unterhalb des Desktops das aufrufbare Hauptmenü. Dieses Hauptmenü beherbergt alle installierten Programme. Möchte man ein Programm auf dem Desktop platzieren, so reicht es dieses Icons auf den Desktop zu ziehen und loszulassen. Wer mag kann die einzelnen Programme auf dem Desktop in umbenennbare Unterordner platzieren. Es reicht mit dem Finger auf den Desktop zu drücken und schon kann man folgende zwischen folgenden Punkten wählen:

- Anwendung
- Verknüpfung
- Widget
- Hintergrund
- Kontaktverknüpfung
- Playlist
- Lesezeichen
- Google Mail-Label

Was die einzelnen Widgets angeht so ist es hier sher üppig gesäht, diverese Analoguhren, Wetteranzeige, Foto-Slideshow, E-Mail Ansicht, ein Google-Suchfeld, und vieles Mehr stehen zur Auswahl. Weitere Widgets stehen problemlos über den Android-Market zum Download bereit.



Wenn man viele Programme installiert hat, wird das aufziehbare Hauptmenü ziemlich schnell unübersichtlich, die Symbole hier lassen sich nämlich nicht verschieben, sondern werden immer alphabetisch angezeigt. Es empfiehlt sich also die 7 Desktops nach seinen persönlichen Bedürfnissen anzupassen damit die Übersichtlichkeit nicht leidet. Durch die einzelnen Ordner, etc. stellt dies wie gesagt kein Problem dar.

Wer mag kann die Optik des Gerätes dank der Vielseitigkeit nach belieben anpassen, HTC liefert hier verschiedene "Szenen" (so heißen die einzelnen Homescreen Vorlagen) ab Werk mit. Zur Auswahl stehen:

- HTC
- Arbeiten
- Spielen
- Sozial

Wem die zur Auswahl stehenden Widgets und Hintergünde nicht reichen, der wird im Android Market fündig werden. Mit dem kommenden Donut 1.6 Update wird der Android Market übrigens nochmals etwas aufgehübscht.


Kamera:


Das HTC Hero kommt mit einer 5.0 Megapixel Kamera daher welche auf der Rüclseite relativ unscheinbar verbaut wurde. Wie man auf den Bildern erkennen kann ist kein Blitzlicht verbaut worden, sodaß Bilder nur bei ausreichendem Licht gelingen. Was die Einstellmöglichkeiten angeht so ist das Hero eher minimalistisch aufgebaut. Die Kamera startet man über die rechtsseitig angebrachte Kamerataste, das große Display dient als Sucher. Das Motiv wird wie nicht unschwer zu erahnen durch herunterdrücken der Kamerataste fixiert. Einstellmöglichkeiten sucht man bei der Kamera übrigens ergebens, es wird immer mit 2560 × 1712 Pixeln fotografiert. Zumindest bietet die Kamera einen Autofocus, der beim auslösen der Kamera automatisch fokusiert und scharfstellt. Die Bilder selbst werden im Schnitt zwischen 600 und 800 kb groß, logischerweise abhängig vom gewählten Motiv.

Die Kamera selbst weiß wie bereits erwähnt nur bei guten Lichtverhältnissen zu überzeugen. Sobald das Licht etwas nachlässt oder man unter Kunstlicht Bilder schießt wird die Qualität merklich schlechter. Die Bilder sind dann ziemlich verrauscht und milchig. So ist die Kamera nur als nette Beigabe zu betrachten, nicht mehr nicht weniger.


Handhabung:


Die Handhabung des Gerätes ist zusammengefasst gesagt ziemlich gelungen. Das Bedienkonzept als Kombination aus Touchscreen, eingeblendeter QWERTZ-Tastatur oder alphanummerischer Tastatur und Trackball ist wirklich gut gelöst. Anfangs ist es sicherlich etwas gewöhnungsbedürftig alle Drehs und Kniffe herauszufinden, doch dann läuft es wie aus einem Guß.



Der Trackball wird allen die schon mal einen Blackberry in der Hand hatten sicherlich bekannt vorkommen. Die Handhabung ist anfangs sicherlich nicht ganz so leicht, da der Trackball etwas nervös und schnell auf jegliche Bewegung reagiert. Wenn man aber das nötige Fingerspitzengefühl entwickelt hat kann man mit dem Trackball ziemlich präzise und genau durch das Menü oder als Beispiel durch Webseiten scrollen. Möchte man eine Auswahl bestätigen reicht ein Druck auf den Trackball und schon ist die Auswahl bestätigt.

Wer mag kann natürlich auch auf die Nutzung des Trackballs verzichten da sämtliche Felder auf dem Display auch durch anklicken per Finger getätigt werden können. Das Display reagiert auf die Eingaben angenehm präzise, sodass es im Gegensatz zu einigen Touchscreen Geräten nicht allzuoft vorkommt das man eine Eingabe ein zweites Mal bestätigen muss weil der erste Anlauf vom Display nicht registriert wurde.


Akku- und Empfangseigenschaften:


In dieser Disziplin bekleckert sich das HTC Hero nicht mit Ruhm. Zwar gibt der Hersteller bis zu 12 Tage
Standby und 7 Stunden Gesprächszeit an, doch sind diese Werte in der Praxis absolut nicht zu erreichen. Mit eingeschaltetem UMTS, automatisiertem Sync zu Google und ein wenig Telefonieren, Surfen, E-Mailen zwingt man das Gerät schon nach weniger als einem Tag in die Knie. Selbst bei moderater Nutzung, abgeschaltetem UMTS kriegt man mit dem Hero nicht mehr als 2,5 Tage Laufzeit hin.

Wer viel telefoniert oder textet kriegt das Gerät auch in nicht mal einem Tag leer. Nutzt man das Hero also als Telefon und nicht nur als E-Mail- und Internetmaschine, ist der Akku ähnlich schnell leer wie bei reiner Onlinenutzung.

Was den Empfang angeht so ist das Hero ziemlich in Ordnung. Das Gerät hat eine ordentliche Sprachs- und Empfangsleistung zu bieten. So bleibt der Empfangspegel im UMTS- sowie GSM-Bereich konstant. Das Gerät hält in verschiedenen Empfangsbereichen stabil das Signal und hält auch in schwierigeren Umgebungen noch am Mobilnetz fest. Was die Sprachqualität angeht so ist der Gesprächspartner gut und deutlich hörbar, einzig der Klang könnte einen Tick klarer und sauberer sein.

Das Gerät wird übrigens wie bei HTC üblich über den mini-USB Anschluss aufgeladen. Dieser Anschluss dient als Datenschnittstelle, der Kopfhöreranschluss ist endlich auf einen konventionellen 3.5 mm Klinke Anschluss umgesetzt worden.

Funktionsüberblick:


Das HTC Hero weiß mit einer Menge an Ausstattung aufzuwarten, wenngleich ein Teil der Features erst mit Programmen aus dem "Market" ihre volle Funktion entfaltet. Gerade im Bereich GPS findet man viele nützliche Anwendungen im "Market".

- Designtyp: Handheld Phone
- Länge x Breite x Höhe in mm: 112 x 56.2 x 14.35
- Gewicht: ca. 135 g
- Stand-by-Zeit: ca. 440 Stunden
- Sprechzeit: ca. 7 Stunden
- Akku: Li-Polymer-Akku, 1350 mAh
- Frequenzbänder GSM: Quadband (850, 900, 1800, 1900 MHz)
- GPRS/EDGE: Klasse 12/Klasse 12
- UMTS/HSDPA/HSUPA: Ja/Ja (bis 7,2 Mbit/s)/Ja (bis 2,0 Mbit/s)
- SAR-Wert: 0,62 W/kg
- Haupt-/Innendisplay: TFT-Display, 65k Farben, 320 x 480 Pixel
- Kamera: 5.0 Megapixel
- Prozessor: Qualcomm MSM 7201, 528 MHz
- Speicher: 256,00 MB RAM
- Externe Speichererweiterung: Micro SD, max. 16 GB
- Betriebssystem: Android OS
- MMS und SMS in einer Konversationsansicht
- E-Mail: SMTP, POP3, IMAP4
- Browser: vollwertige HTML Webbrowser
- Klingeltöne: 40-stimmige polyphone Klingeltöne WAV, WMA, MP3
- Sprachfunktionen: Freisprechfunktion
- Schnittstellen: Bluetooth, USB, W-LAN
- W-LAN: IEEE 802.11 b/g
- Synchronisation: Google Kontakte
- Navigation als Zubehör: Google Maps

Die integrierte Bluetooth Schnittstelle unterstützt den Bluetooth 2.0 Standard, dieser unterstüzt das A2D-Profil (Bluetooth Stereo Profil) sowie der Nutzbarkeit als Modem.

Music-Player:


Selbstverständlich darf ein Music-Player nicht fehlen. Das Gerät bietet einen sehr leicht bedienbaren Touchplayer. In der Hauptübersicht stehen zu Auswahl Interpret, Alben, Titel, Playlists. Der Player selbst bietet dann nach erfolgreicher Titelauswahl eine gelungene Oberfläche, bestehend aus großem Album-Cover, Play, Pause, Vorwärts, Rückwärts, Repeat, Zufallswiedergabe sowie dem Wechsel zur Wiedergabeliste.



Selbstverständlich spielt der MP3-Player auch im Hintergrund weiter, da das Gerät selbstverständlich vollständig Multitasking-fähig ist. Die Wiedergabe im Standbymodus wird dann in der Titelleiste oben signalisiert, hier kann man dann auch problemlos in den Player zurückwechseln. Bei Bedarf lässt sich die beiliegende 2 GB Karte auch gegen eine Größere Karte (z.B. 8 GB) ersetzen, dann macht man das Gerät zu einem richtig guten MP3-Player.

Kommen wir zum Thema Klang, dieser ist mit den beiligenden Kopfhörern eher durchschnittlich. Der Bassanteil ist ziemlich ordentlich, die Höhen sind hingegen etwas blass und dumpf. Für Musikliebhaber lohnt auf jeden Fall der Kauf eines hochwertigeren Kopfhörerpaares mit ausgewogenerem Klang. Beim HTC Hero ist erstmal einen 3.5 mm Klinkeanschluss verbaut worden. Schön das HTC endlich auf die Wünsche der Kunden gehört hat, so ist endlich kein USB-Adapter mehr nötig.


Wer mit dem HTC Hero auch Videos anschauen möchte kann dies natürlich auch problemlos tun. Das Gerät schafft es mühelos Videos in voller Bildschirmauflösung sauber und ruckelfrei wiederzugeben. Voraussetzung ist hierfür eine entsprechend effiziente Komprimierungsmethode zu wählen.

Verbindungsmöglichkeiten:


Was die einzelnen Verbindungsmöglichkeiten angeht so kann sich das HTC Hreo sehen lassen. Bluetooth, WLAN, EDGE, GPRS, UMTS und HSDPA stellen das Grundgerüst dar. Mit dem Gerät surft es sich dank dieser Funkstandards angenehm schnell und komfortabel. Alles andere wäre aber auch verwunderlich gewesen, ist das Hero doch als echte Onlinemaschine ausgelegt. Wer mag kann übrigens das automatische Synchronisieren abstellen um die Mobilfunkverbindungen bzw. Datenkosten unter Kontrolle zu halten. Hinzu gesagt sei aber das dass Hero eigentlich nur mit einem ordentlichen Datenpaket oder noch besser einer Datenflat Sinn macht. Nur so lässt es sich entspannt und sorglos surfen. Sonst kann es passieren das dass Hero hier und da mal ungefragt nach "Hause" verbindet und so Datenkosten produziert. ;-)

Die USB-Schnittstelle kann f
ür den Wechseldatenträgermodus genutzt werden um Zugriff auf die Speicherkarte zu bekommen. Des Weiteren hat man endlich auch eine Sync Software zum Abgleich mit Microsoft Outlook beigefügt.

PIM-Funktion:


Kommen wir also nun zu den PIM Programmen wie Kalender, Kontakte, etc. die das HTC Hero beherrscht.

Fangen wir mit dem Kalender an, dieser bietet wie zu vermuten eine Monats-, Wochen- und Tagesübersicht. Die Eingabe selbst ist ziemlich detailiert geraten, die zur Verfügung stehenden Felder sind:

- Terminname
- Datum und Uhrzeit
- Ganztägig: ja / nein
- Ort
- Beschreibung
- Kalender mit dem gesynct wird (Google Calendar)
- Erinnerung (Minuten)
- Wiederholungen
- Datenschutz
- Status

Beim Telefonbuch sieht es ähnlich umfangreich aus. Hier sollte man in der Regel mit den zur Verfügung stehenden Feldern problemlos auskommen. Hier eine kleine Übersicht welche Felder das Telefonbuch anbietet:

- Rufnummer (Mobil, Privat, Arbeit, Fax (Arbeit / Privat), Pager, Andere, Benutzerdefiniert)
- E-Mails Adresse (Privat, Arbiet, Andere, Benutzerdefiniert)

- Klingelton
- Anrufe direkt an Mailbox senden (An, Aus)
- Chat (AIM, Windows Live, Yahoo, Skype, QQ, Google Talk, ICQ, Jabber)
- Postanschrift (Privat, Arbeit, Andere, Benutzerdefiniert)
- Sonstiges (Firma / Organisation, Notiz)


Die Felder lassen sich beliebig kombinieren und hinzufügen. Durch die benutzerdefinierten Felder kann man nach belieben hinzufügen und verwalten. Wer will kann selbstverständlich auch ein persönliches Anruferbild für jeden Kontakt hinzufügen. Zur besseren Übersichtlichkeit gibt es auch die Möglichkeit die Kontakte nach Gruppen zu unterteilen. Hier sollten eigentlich die meisten User problemlos mit klarkommen und zufrieden sein.

GPS:


In dieser Kategorie hat man ab Werk nicht allzuviele Möglichkeiten, so wird diese Schnittstelle in erster Linie für die Lokalisierung per Google Maps genutzt. Eine echte Navigationslösung ist dies allerdings nicht, man kann wie üblich seinen Standort in Karten oder Satellitenansicht darstellen oder eine Route planen. Es wird aber keine echte sprachgeführte Navigation durchgeführt. Wer so etwas sucht der findet auch hier über den Software "Market" entsprechende Navigationslösungen, zum Teil kostenfrei zum Teil aber auch kostenpflichtig.


Software-Market:


Wer den GPS Empfänger auch für andere Programme sinnvoll nutzen will der findet im Marktplatz eine Hülle an netten Tools, eine automatische Umschaltung der Lautstärke je nach Standort, ein Programm das den nächsten Supermarkt in der Nähe findet, und viele weitere Tools. Hier lohnt auf jeden Fall ein regelmäßiger Blick in das Android Downloadportal. Klar gibt es hier viele unnütze Programme oder Beta-Software, doch es gibt vieles das sich wirklich lohnt anzuschauen. Hier einige Programme die ich durchaus empfehlen kann auch den HTC Hero zu installieren:

- Wikitude (Standortinformationen)
- barcoo (Barcode Scanner mit Preisanzeige)
- Fahrplan (Fahrplan Information für Bahnfahrer)
- FotMob (Liveergebnisse und RSS News aus dem Bereich Fußball)
- Steel (alternativer Browser mit Autorotate und Bildschirmtastatur)
- WeatherBug (Wetterinformationen mit Anzeige der Temperatur in der Statusleiste)
- Toogle Settings (Profilumschaltung, Akku schonen und weitere Features)
- Translate (Übersetzungstool für ca. 150 Sprachen)
- TaskSwitcher (ein sehr einfaches Tool um zwischen laufenden Programmen zu wecheln)
- Shazam (Titel und Interpret eines Musikstücks erkennen lassen)
- Labyrinth Lite (nettes Spiel für zwischendurch)
- meebo (sehr guter und einfacher Instant Messenger)
- NesEmu (Nintendo NES Emulator)
- Qype-Radar (Restaurantbewertung mit GPS-Nutzung)

- Video Recorder (einfacher Videorekorder)
- Power Manager (ein Programm um den Energiehaushalt zu verwalten)
- Astro (ein guter Dateimanager)

Dies ist nur eine kleine Auswahl für das HTC Hero. Es gibt noch wesentlich mehr an freien, kostenlosen Programmen. Es muss jeder selbst einen Blick auf den Android Market werfen um zu schauen was einem gefällt bzw. was wichtig ist.

Browser:

Kommen wir zu einer der wohl wichtigsten Applikation am HTC Hero, die Rede ist natürlich vom integrierten Webbrowser. Wie es sich für ein "Web-Handy" gehört ist ein vollwertiger HTML-Browser integriert worden. Der Browser kommt somit mit einem Großteil von Internetseiten wunderbar klar, die Darstellung ist nahezu identisch mit der des heimischen Desktop Computers. Der Browser unterstützt:

- WML
- HTML
- XHTML
- Flash Lite 3.1

Was die Zoomfunktion angeht ist es ziemlich einfach gehandhabt, wie beim iPhone kann man per Multitouch rein und rauszoomen, es reicht ein Fingerspreiz hierzu. Wer mag kann eine Übersicht über die Webseite auf einen kurzen Displaydruck aufrufen und so auf den gewünschten Teil der Webseite klicken und automatisch in den gewählten Ausschnitt hineinzoomen. Schön das der Browser auch vom Neigungssensor gebrauch macht, so wird das Displayformat in das Querformat umgeschaltet wenn man das Handy quer hält.



Was die Bildschirmeingabe angeht so wird diese über die Bildschirmtastatur des Hero erledigt. Im Browser sind bis zu 4 Fenster parallel möglich zwischen denen man per Menü nahtlos hin und her wechseln kann. In der Regel sollten 4 Fenster für Fans des Browser-Multitasking vermutlich genügen. Des Weiteren kann man im Browser die Schriftgröße einstellen und einen Popupblocker aktivieren.

E-Mail:


E-Mails sind wie nicht anders zu erwarten auch beim Hero ein großes Thema. Der bevorzugte Weg führt natürlich wie schon erwähnt über den GMail (Google Mail) Account. Hier werden die Mails dann im Push Verfahren auf das Gerät übertragen.

Wer lieber eine andere E-Mail Adresse auf dem Hero nutzen will kann dies natürlich auch tun, hier bietet das Gerät den Zugriff auf IMAP oder POP3 Konten. In diesem genannten Fall wird kein Push-Mail unterstützt, jedoch kann man das automatische Abrufintervall nach beliebend verändern, der kleinste Wert liegt bei rund 5 Minuten. Dies sollte sicher immer noch mehr als ausreichend schnell sein wenn man seine Mails unterwegs lesen möchte. Anhänge kann man selbstverständlich auch mit dem HTC Hero empfangen und versenden, Bilder oder Musik als Beispiel stellen natürlich kein Problem dar.

Fazit:


Das HTC Hero ist das wohl beste derzeit verfügbare Android Handy auf dem Markt. Das Gerät bietet eine erstklassige Bedienung und einen schnellen Seitenaufbau. Auch beim Thema Personalisierbarkeit sind dem Nutzer kaum Grenzen gesetzt. Die Ausstattung des Gerätes ist als nahezu vollständig anzusehen, schwächen findet man bei der Kamera und der Bluetooth-Schnittstelle.

Gemessen an seinem Preis von rund 450 Euro (Stand Oktober 2009) ist das Telefon sicherlich eine gute Wahl. Die Paradedisziplin des HTC Hero liegt sicherlich im Onlinebereich, so macht sowohl der Browser, als auch der E-Mail Client (inkl. autom. Sync) eine gute Figur. Wer also schon immer einen Blick auf das "neue" Android Betriebssystem werfen wollte und beim HTC Magic oder HTC Dream (vielleicht auch aufgrund des Brandings) noch gezögert hat, der sollte beim HTC Hero etwas genauer hinschauen.


Abschließend hier noch die Vor-und Nachteile des Gerätes.

Vor- und Nachteile:

+ schnelles und logisch aufgebautes Betriebssystem
+ riesige Anzahl an zusätzlichen Programmen
+ leichte und einfache Bedienung
+ gute Verarbeitung
+ gut bedienbare QWERTZ-Tastatur
+ 3.5 mm Klinke Anschluss
o etwas nervöser Trackball
o permanente Online-Synchronisation
- Akkuleistung durchschnittlich
- Menü manchmal etwas träge
- Kamera nur bei gutem Licht zu gebrauchen
- kein Bluetooth Dateitransfer ohne externe Programme


Seite 1

Copyright ® 2009 Handygemein.de

Themes     Sammlung     Testberichte     Kontakt     Hilfe     Links