Meine Geräte-Testberichte:

Nachdem bei mir das Handy zum Hobby wurde habe ich des Öfteren für das Mobilfunk-Forum Telefon-Treff Testberichte geschrieben.

Diese Tests möchte ich nun auch auf dieser Seite in einem kleinen Archiv bereitstellen.

Viel Spaß beim Lesen! ;-)

















Die Copyrights, Logos und Rechte an den Markennamen unterliegen den jeweiligen Herstellern.

 

 


BenQ Siemens SL91 - Vorserien-Testbericht

Es hat sich mal wieder eine echte Seltenheit zu einem Testbericht eingefunden, die Rede ist von einem BenQ Siemens SL91 Prototypen. Nachdem ich besagten Prototypen nun in die Finger bekommen habe, und dieses Gerät durch die Insolvenz von BenQ Siemens Deutschland wohl niemals offiziell erscheinen wird, habe ich mich kurzerhand zu einem detailierten Testbericht entschlossen.

Vorweg sei jedoch noch angemerkt dass es sich bei dem SL91 wie schon gesagt um einen Prototypen handelt und somit eventuell der ein oder andere Kritikpunkt im Testbericht bis zum Serienstart behoben worden wäre.



Bilder und Videos:

- Gerätebilder: Galerie mit 48 Bildern
- Menübilder: Galerie mit 41 Bildern
- Kamerabilder: Galerie mit 11 Bildern*

*aus Qualitäts- und Trafficmangel verkleinert auf 800x600 Pixel

Lieferumfang:


Die Verpackung ist ein schwarzer, edel wirkender BenQ-Siemens Karton.

Zum Lieferumfang gehört beim Prototypen folgendes:

- BenQ Siemens SL91 (Magic Black)
- Akku Li-Ionen (950mAh)
- Stereo-Headset
- Design-Tischladestation
- Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung:


Seitdem ich damals die ersten Bilder des SL91 gesehen habe fand ich das Design in Verbindung mit der stylischen Tischladestation und deren Form absolut klasse. Ich war jedoch schon damals etwas skeptisch wegen der extremen Dicke des Geräteunterteils im Kontrast zum oberen Sliderteil.
Jetzt wo ich es hier vor mir liegen habe muss ich gestehen das es leider auch live genauso bauchig wirkt wie es auf den Bilder rüberkommt. Insgesamt bildet der schmale Oberteil somit ein recht inhomogenes Verhältnis zum recht stark auftragenden unteren Gehäuseteil.

Kommen wir zur Verarbeitung: Das tiefschwarze Gehäuse ist absolut wertig und sauber verarbeitet. Der Slider wirkt sehr stabil und lässt sich mit einem satten „klack“ öffnen und schließen. Sehr schöne Akzente setzen die silbernen Chromelemente, die auf der Sliderrückseite und im Bereich des Akkudeckel die rundliche Silhouette des Gerätes untermalen. Der edle glänzende schwarze Kunststoff am restlichen Gerät hat aber auch seine Nachteile, so sieht man sehr schnell Fingerabdrücke und Staub auf dem kompletten Gerät. Ein Brillenputztuch o.ä. sollte man also stets dabei haben um das Gerät wieder zu säubern.*g*

Die Rückseite ist bis auf die Kameraausbuchtung komplett in schwarz gehalten und ist vom Material her genauso glatt und sauber verarbeitet wie die Front. In die Hand genommen ist das Gerät ein rundlicher Handschmeicher, der allerdings merklich ein paar Gramm zu viel auf die Waage bringt - Der Slider ist natürlich wie auch bei Samsung halbautomatisch.

Es ist schön dass man dem Gerät an keiner Ecke nur das leiseste Knarzen entlocken kann. So scheint der Slide extrem gut gelöst zu sein, zumindest lässt dieser sich selbst durch Wackeln zwischen der Ober- und Unterseite um kein Stück zur Seite bewegen. Im Bereich der Verarbeitung gibt es also nur Positives über das SL91 sagen.

Kommen wir zur Beleuchtung des Displays und der Tasten. Die Beleuchtung ist schön gleichmäßig, die Tasten sind angenehm weiß beleuchtet, was selbstverständluch auch in der Dämmerung oder in kompletter Dunkelheit seine Vorteile hat. Die schwarzen Zifferntasten haben gegenüber dem SL75 auch ihren Vorteil, so sind sie egal ob bei Tag oder Nacht immer gut abzulesen. Des Weiteren sind die Softkeys nicht ganz so hell beleuchtet wie die restlichen Tasten.

Display:


Das Display hinterlässt einen wirklich guten Eindruck, da BenQ Siemens ein großes Display mit 16,7 Millionen Farben und einer Auflösung von 240x320 Pixeln (transflective TFT) verbaut. Die Menübilder oben im Testbericht sind übrigens im Makromodus fotografiert, selbst bei dieser extremen Vergrößerung sieht man kaum die einzelnen Pixel, hier zeigt sich also die Qualität des erstklassigen Displays.

Durch die physikalische Größe von 2.0 Zoll ist das Display sehr gut ablesbar. Der Kontrast lässt sich feinstufig verändern und auch die Schriftgröße ist, wie bei BenQ Siemens typisch angenehm. Wie bei seinen Gerätevorgängern ist des Weiteren wahlweise auch eine Großschrift einstellbar. In den Untermenüs werden in der Regel 7 Textzeilen angezeigt, wobei zusätzlich noch die Überschrift für den jeweiligen Menüpunkt sowie die Schrift für die beiden Softkeys hinzukommen.

Das Siemens SL91 unterstützt wie die meisten aktuellen BenQ Siemens Geräte Themen. Diese verändern jeweils das Hintergrundbild im Standby, Menü sowie die Farbpalette und diverse Menüanimationen. Natürlich lässt wie immer die Beleuchtung zwischen 10% - 100% einstellen, womit also auch zum Stromsparen wieder beigetragen werden kann.

Tastatur:


Die Tastatur stellt den wohl größten Kritikpunkt dar, insbesondere die Tasten im oberen Sliderbereich, also beispielsweise die Softkeys. Die Tasten sind wiefolgt angeordnert: rund um die Navi-Taste befinden sich 2 Softkeys, die beiden Hörertasten und eine Löschtaste, sowie eine neue Taste die den „Task Handler“ öffnet. Wo man üblicherweise normale Tasten mit Hubweg erwartet findet man „Sensortasten“ vor, die allerdings anders funktionieren als bei Vergleichsgeräten aus der Schmiede von Samsung oder aber LG.

BenQ Siemens hat seine Technologie „Force Sensitive Resistor“ getauften, dahinter verbergen sich unter einer glänzenden, schwarzen Folie gewölbte Metallkuppeln, ähnlich den Wölbungen die man bei herkömmlichen Geräten oder Geräten mit Wechselcover unter der Tastaturmatte findet. Diese gewölbten Tasten geben den Druck durch Kontakt zwischen einem Metallinnen- und -außenring innerhalb der Taste weiter. Also sind es genaugenommen keine echten berührungsempfindlichen Tasten wie man sie von der Konkurrenz kennt, weil hier noch ein gewisser mechnischer Hub erfolgen muss.

Man hat somit wiederwartend keinerlei definierten Druckpunkt und kaum Gefühl für die Position der einzelnen, glatten und kaum erhabenen „Sensortasten“. Hinzu kommt, dass die Beschriftung der Tasten im oberen Teil des SL91 erst durch die Beleuchtung (z.B. nach dem aufschieben des Gerätes) sichtbar wird. Zwischen den Hörertasten befindet sich die wie vom SL75 bekannte Navi-Taste, welche einen sehr guten Druckpunkt vermittelt und sich sehr gut bedienen lässt, egal in welche Richtung man die Taste drücken möchte. Die großzügig ausgelegte Bestätigungstaste innerhalb der Navi-Taste lässt ebenfalls eine sichere Handhabung im Menü zu. Wie auch die restlichen Tasten ist die Navi-Taste gleichmäßig weiß beleuchtet.

Die Zifferntasten befinden sich im unteren Teil des SL91 und sind ebenfalls in schwarz gehalten und gut erkennbar weiß beschriftet. Über der Zifferntaste 3 befindet sich die Taste für die Videoanruf- Funktion. Sobald man diese drückt wird das Bild der kleinen VGA-Kamera, die sich oberhalb der Zifferntaste 1 befindet, angezeigt.

Die einzige seitliche Taste befindet sich auf der rechten Geräteseite und dient zum Starten, Scharfstellen des Autofocus und Auslösen der Kamera. Die Kamera-Taste ist zweistufig drückbar und trennt spürbar zwischen Scharfstellen und Auslösen des Objektivs.

Menüaufbau:


Das Menü hat sich bei Siemens von der Struktur her schon lange bewährt, wobei 3x4 Symbole im Hauptmenü verwendet werden. Des Weiteren sind einige Untermenüs mit Karteireitern (ähnlich Sony Ericsson Geräten) versehen, wodurch z.B. das Telefonbuch wesentlich komfortabler und übersichtlicher wird.

Es gibt folgende Oberpunkte, wahlweise in Gitteranordnung oder Großschrift (ähnlich der Listenansicht bei Nokia):

- Kontakte
- Ruflisten
- Internet
- Kamera
- Nachrichten
- Organiser
- Spiele
- Media Player
- Videotelefonie
- Extras
- Media Pool
- Einstellungen

Passend zur edlen Hülle setzt BenQ Siemens auch bei den Icons konsequent auf sehr schlichte und einfache Icons. Sie sehen meiner Meinung trotzdem sehr hübsch aus, da sie optisch einen glühenden Eindruck vermitteln. Im Detail sind die einzelnen Icons nur wenig bunt (leicht lila glühend) und ziemlich rundlich, was für leichte Verwechslungsgefahr zu Beginn sorgt. Leider hat man keine Möglichkeit die Icons per Theme zu ändern, sodass man auf Dauer mit den Icons leben muss.

Insgesamt kommt man wie immer sehr schnell mit dem Menü zurecht da es sich fast komplett selbst erklärt. Die Menügeschwindigkeit ist hoch anzusiedeln und liegt auf einem Level mit aktuellen Geräten von Nokia oder Sony Ericsson.


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