Vorwort:
Nachdem Nokia's neue Music Reihe mittlerweile immer umfangreicher auf den deutschen Markt drängt, hier nun ein Test des neuesten Slider-Musik-Handys 5300 (ausgesprochen: dreiundfünfzighundert) XPress Music. Das Gerät tritt mit seinen recht umfangreichen Musikeigenschaften an, mit Sony Ericsson's Walkman Reihe zu konkurrieren. In der Slider Kategorie ist es durchaus vergleichbar mit Sony Ericssons W850i, doch kann das Nokia 5300 wirklich mithalten? Wir werden sehen!
Bilder und Videos:
- Gerätebilder: Galerie mit 28 Bildern
- Displaybilder: Galerie mit 24 Bildern
- Farbvergleichsbilder: Galerie mit 16 Bildern
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Kamerabilder: Galerie mit 16 Bildern
Gerät:
Es handelt sich um ein Nokia 5300 XPress Music in der Farbvariante Red bzw. Dark Grey
Firmware:
Nokia 5300
V 03.50
14-09-06
RM-146
Lieferumfang:

Der Lieferumfang sieht bei meinem Testgerät folgendermaßen aus:
- Nokia 5300 XpressMusic (Red bzw. Dark Grey)
- Nokia Standard-Akku (BL-5B)
- Kompakt-Ladegerät (AC-3E)
- Nokia Stereo-Headset (HS-47 mit Schaumstoff-Aufsätzen)
- Universeller Kopfhörer-Adapter (AD-50)
- Nokia microSD-Speicherkarte MU-27 (256 MByte Speicherplatz)
- Datenkabel DKE-2 (mini-USB)
- CD-ROM mit Software (Nokia PC Suite)
- Bedienungsanleitung
Design und Verarbeitung:

Beim Nokia 5300 hat Nokia seine bisherige Erfahrung mit Sliderhandys angewandt und einen relativ solides Slider-Gerät gebaut. Das Gehäuse des Modells macht einen sehr guten und stabilen Eindruck, was durch kleine Metall-Elemente im Sliderbereich, z.B. auf der Geräte-Rückseite, unterstrichen wird.
In die Hand genommen wirkt das Gerät noch recht angenehm von der Größe her, es ist handlich und leicht - Der Slider ist wie bei Samsung halbautomatisch. Das Gehäuse kommt von der Haptik her eine ganze Ecke wertiger rüber als z.B. das Nokia 6111.
Leider ist der Slider im geschlossenen Zustand nicht ganz so stabil wie bei vergleichbaren Samsung Geräten, so haben die beiden Gehäusehälften selbst bei einem 5300 Neugerät schon einige Millimeter Spiel nach links und rechts. Ansonsten macht das Gerät im geöffneten Zustand einen stabilen Eindruck und es wackelt nichts. Auch der bei Nokia oft etwas wackelige Akkudeckel stellt beim 5300 kein Problem dar, so ist er absolut passgenau und sitzt wirklich bombig.
Die Farbe des roten 5300 bildet einen angenehm sportlich frischen Kontrast zu den aktuell sonst meist in schwarz oder silbern gehaltenen Mobiltelefonen. Hier hat sich Nokia wahrscheinlich bei Sony Ericsson's „Walkman-Orange“ inspirieren lassen und auch eine ähnlich leuchtende Signalfarbe gewählt. Wem das Gerät zu bunt ist, für den bietet Nokia auf Wunsch auch noch eine graue Farbvariante die wesentlich schlichter daher kommt.
Display:

Wie schon in aktuellen Series40 Modellen von Nokia wurde auch beim 5300 XPress Music ein erstklassiges Display mit einer Auflösung von 240x320 Pixeln bei einer aktiven Fläche von 2,0 Zoll verbaut. Das QVGA Display erlaubt eine Darstellung von bis zu 262.144 Farben. Schriften und Symbole werden sehr fein und mit gutem Kontrast angezeigt und sind der Brillanz eines Sony Ericsson K800i ebenbürtig.
Vorbildlich ist auch die Schriftgröße, wie bei Nokia typisch, angenehm groß. In den Untermenüs werden in der Regel 4 Textzeilen angezeigt, wobei zusätzlich noch die Überschrift für den jeweiligen Menüpunkt sowie die Schrift für die beiden Softkeys hinzukommen.
Personalisierbarkeit:

Wem die normale Menüanordnung nicht in ihrer Standard-Form gefällt, der kann die verschiedenen Icons auch in ihrer Reihenfolge verändern. Dies ist insbesondere für die oftmals verwendeten Programme praktisch, so sind diese dann optimal zu erreichen. Das 5300 unterstützt Themes im Serie40 typischen *.nth Format, womit sich jeweils das Hintergrundbild, sowie die Farbpalette und der Klingelton individuell anpassen lassen. Zum Anpassen an Hintergrundbilder kann man die Schriftfarbe der Auswahltasten im Standby-Betrieb in eine beliebige Farbe ändern, so dass die Beschriftung bei Verwendung eines z.B. eines dunklen Hintergrunds immer gut lesbar bleibt. Des Weiteren unterstützt das Gerät Shockwave Flash Animationen als Bildschirmschoner oder Hintergrundmotiv, wodurch also nette Animationen möglich sind. Übrigens befinden sich neben einigen Themes und Hintergrundbildern schon im Auslieferungszustand 3 Beispiel-Flashmotive auf dem Gerät. Für eingehende Anrufe kann man nahezu bildschirmfüllende Anruferbilder oder auch Videos verwenden.
Tastatur und Softkeys:

Das Nokia 5300 bietet neben den Softkeys erstmals 3 zusätzliche Musiktasten (Play/Pause, Vor, Zurück) auf der linken Geräte-Außenseite, diese dienen zur Bedienung der Musikfunktionen. Die Tasten sind leicht zu erreichen und haben einen guten Druckpunkt, sie erleichtern die Nutzung des Musikplayers und des Radios ungemein.
Die im unteren Teil des Sliders verbaute, ausreichend großzügig dimensionierte Tastatur ist wirklich sauber und erstklassig verarbeitet. Im oberen Sliderbereich befinden sich wie gewöhnlich die Hörertasten, zwei Softkey-Tasten, sowie ein Navi-Key mit einzeln gelagerter Bestätigungstaste. Die Rufannahme- und Rufauflegen-Taste sowie die linke und rechte Auswahltaste sind insgesamt zu einer Taste zusammengefasst. Zwischen diesen befindet sich der Navi-Key mit silberfarbener Bestätigungstaste in der Mitte. Der Navi-Key ist am Rand leicht erhöht und verhindert somit versehentliches Drücken der nebenliegenden Tasten.
Getrennt durch die Kante des Sliders, liegen im unteren Gehäuseteil die gut ablesbaren Zifferntasten. Das gesamte Zifferfeld ist leicht nach oben gewölbt und ergibt ein sehr griffiges Tastgefühl. Wie auch die übrigen Tasten haben die Zifferntasten einen kurzen Hubweg und einen knackigen Druckpunkt. Die Beleuchtung der Tasten ist schön gleichmäßig und in einem strahlenden Türkis gehalten.
Auf der linken Gehäuseseite befindet sich der kleine, runde 2,5mm Klinke Stecker, welcher mittels Adapter auch die Verwendung von konventionellen 3,5mm Klinke Kopfhörern erlaubt. Auf der rechten Gehäuseseite befinden sich griffgünstig die Lautstärketaste und darunter gelegen die leicht versenkte Kamerataste zum Auslösen.
Menüaufbau und Funktionen:

Das Menü hat sich bei Nokia von der Struktur her schon lange bewährt. Die Anordnung kann wahlweise in Listenansicht, Gitteransicht, Gitteransicht mit Beschriftung oder Karteireiteranordnung eingestellt werden. In der Listenansicht werden 4, in der Gitteansicht ohne Beschriftung 12 und in der Gitteransicht mit Beschriftung 9 Menüpunkte gleichzeitig angezeigt. In der Registerkartenansicht werden 5 Oberpunkte im oberen Bereicht des Displays angezeigt, sowie 5 Untermenüpunkte.
Das Gerät hat folgende Menüpunkte:
- Mitteilungen
- Adressbuch
- Protokoll
- Einstellungen
- Galerie
- Medien
- Push-To-Talk
- Organizer
- Programme
- Internet
- Dienste
Die Icons sind identisch mit denen aktueller Nokia Geräte, egal ob Serie40 oder Serie60. D.h. die Icons sind relativ bunt und nett in 3D dargestellt, durch die hohe Displayauflösung werden die Symbole sehr fein und plastisch dargestellt. Das 5300 ist von der Menüspeed genauso schnell wie z.B. ein 6233 oder 6288, lässt sich aber nur beim Aufrufen und zoomen von Galeriebildern eine kurze Gedenksekunde. Die einfache und bewährte Menüstruktur der Serie40 erleichtert die Bedienung des 5300.
Zu den folgenden Umgebungsprofilen gibt es noch die Möglichkeit das Gerät in den Flugzeug Modus umzuschalten. Hierbei werden alle Funkverbindungen inkl. Bluetooth deaktiviert, das restliche Menü und z.B. Funktionen wie die Kamera oder den MP3-Player können weitergenutzt werden.
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